Ausgabe 
14 (27.8.1854) 35
Seite
274
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In dc>« grause Chaos trüber WeltenwirrenBringt er Ordnungsruhe, die schon längst verbannt;Läßt von Lüge und von List sich nicht beirren;Sein Erscheinen sagt: Er ist von Gott gesandt!

Diese Sonn' hat jene Blume angezogen,Die als Krone sich um seine Stirne zieht,Heller strahlet noch sein Feuerbogen,Kraft und Segen seinem Wirken dauernd blüht.

Deutsches Vaterland! laß dir nun nicht mehr bangen,Dieß Gestirn führt sicher dich zu deinem Ziel,Deiner alten Ehre Glanz wirst du erlangen,Wirst nicht mehr des stolzen Fremden Spott und Spiel.

Wie in deinen alten, kräftigen BlüthenzeitenDiesen Häusern stets dein Heil und Glück entsprang,Werden neue Lebenskrast sie dir bereiten,Daß du wieder glücklich werdest dauernd lang.

Mögen dich auch Feindesschaaren eng umketten,Mögen sie dir furchtbar dräuen fort und fort;. Hoffe! HabSburg-Wittelsbach wird Deutschland retten,Habsburg -WittelSbach bleibt stets der Deutschen H»rt.

D. Riggl.

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Franz Xaver Luschin , Fürsterzbischof von Gvrz.

(Schluß.)

Die Veranlassung, Luschin aus dem Kreise seiner Heerde, mit der so heilige,man kann sagen so unauflösliche Bande ihn vereinigt halten, abzurufen, war dieeingetretene Nothwendigkeit, für den leer gewordenen Sitz des PrimaS ron Galizicnund Lodomenen, sür den Metropvlitanstuhl zu Lemberg ein geeignetes Individuum zufinden. Fürsterzbischof Andreas AloiS Gras von Ankwicz halte seinen bisherigenBischofssitz mit dem gleichbedeutenden eines FürfterzbischosS von Prag verlauscht; dieErschütterungen der Revolution in dem nachbarlichen Königreich Polen halten sich demstamm- und sprachverwandten Lande vielfach mitgetheilt und das Seyn allvort wardem Gliede einer dem Habsburgischen Regenten treuest ergebenen, altadeligen, cinge-bornen Familie unvereinbar mit der Stellung als Oberhirt geworden; doch waSdem Vorgänger schwer fiel, sollte auch den Nachfolger aus manchen Gründen nochempfindlicher berühren. Als daher Franz Xaver nach dem Wunsche und durch Ernen-nung seines ihm so gnädigen und ganz von seinem Werthe durchdrungenen Monarchen,Kaiser Franz I., gegeben unterm 10. Februar 1834, am 23. August g. I. Trient verließ, und nach dem nöthigen Aufenthalte in Wien den 6. November daraus inLemberg eintraf, stellte auS Allem, waö er bereits bei seiner damaligen Jnthronijationund im Verlaufe der nächsten Zeit wahrnahm, sich dem so treuherzigen, wohlwollen-den und durch die bisherige Amtirung zu den Gemüthern seiner Diöcesanen zur vollenHingebung gezogenen Oberhirten die traurige Ueberzeugung zur vollen Gewißheit dar,daß hier der Ort seines Wirkens und BletbenS nicht sey. Er bat daher Se. Majestätum eine anderweitige, wenn auch noch so untergeordnete Verwendung, die ihm jedoch,nach der Fügung der weisesten Vorsehung, der Kaiser in seinem unveränderten Wohl-wollen mit «. h. eigener Einsicht willfährig in dem damals gerade erledigten Sitzeeines FürfterzbischosS von Görz und Metropoliten von Jllyrien gewährte. Der am9. Jänner 1835 ausgefertigten Ernennung folgte am 9. April g. I, die Bestätigung

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