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Paris, 9. Oct. ttine schöne Feier fand am gestrigen Sonntag Abend in derdeutschen M i ssi on s ki > ch e siue I.glsz'ktte) statt; es war der Schluß der acht-tägigen Anbetung des hochheiligen AltarsacramenteS. Einen besondern Glanz erhieltdie Festlichkeit dnrch den Umstand, daß der hochwürdigste Bischof von Belley , Msgr.Chalandon, derselben präsidirte. ES sind jetzt drei Jahre, seitdem die fromme Anstaltbesteht; ihr Gründer, der ehrwürdige Pater Chable uns zugleich ihr Director, hat fastdas Unmögliche möglich gemacht, ihre Erfolge haben alle Erwartungen weit über-troffen: wir benutzen daher jeden Anlaß, das christliche Werk auch unsern Glaubens-genossen jenseits des Rheins ans Herz zu legen.
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Breölau, 18. Oct. Heute früh, am Jahrestage der bischöflichen Consecration,haben Seine fürstbischöfliche Gnaden, nachdem Hochdieselben früh »m vier Uhr in derKathedrale noch das heilige Meßopfer, von den sämmtlichen Alumnen deS Klerikal-Scminars assistirt, dargebracht, die Reise nach Rom angetreten. Seine bischöflicheGnaden, Herr Weihbischof Latussek und Herr Dombecan Dr. Ritter, begleiteten Hoch-dieselben bis zum Bahnhof.
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Türkei . EinS der unerwartetsten Ergebnisse deö Krieges im Orient, welchesdie Vorsehung herbeigeführt hat. besteht darin, daß die christliche Hingebung derbarmherzigen Schwestern aus einen Schauplatz gestellt ist, von welchem ihre Tugendin einem herrlichen Lichte erscheint. Seit einem Monate veröffentlichen europäischeund amerikanische Zeitungen die Heldenthaicn der barmherzigen Schwestern bei derPflege der Cholerakranken; die gottlosen Blätter, welche zu andern Zeiten von Lügenund Schmähungen über die Nonnen überfließen, schweigen jetzt voll Schaam, in diesemAugenblicke dürsten sie eS nicht wagen, sich Verleumdungen zu erlaube». Auch diemeisten protestantischen Zeitungen sprechen ganz freimüthig ihre Bewnnoerung aus.Der »New-Aork Herald" vom 10. September spricht sich so auSi „Die französischen Spitäler sind mit Allem versehen, was man nur wünschen kann, und nichts, was inden Kräften der Menschen stellt, wird von den Osficieren, den Kameraden der Kranken,von den Chirurgen, von den barmherzigen Schwestern unterlassen, um für die Cholera-kranken zu sorgen. Nichts scheint die Türken mehr in Erstaunen zu setzen, als dieregelmäßige Erfüllung dieser Pflichten durch die barmherzigen Schwestern. Ueberall,wo das Fiber am hitzigsten, überall, wo die Pest am heftigsten, überall, wo Kummeram verzweifelndsten, die Celera am tödlichsten, das menschliche Leiden am schärfstenist, da finden wir die Engel, welche die Schätze ihrer himmlischen Erhebung verschwen-den. DaS ist für die Türken die neue Erschaffung des Wesens, was er Frau nennt.Und vielleicht ist von allen Ereignissen des gegenwärtigen Krieges kein anderes bestimmt,auf die Nachkommen Mohammeds , einen so heilsamen Einfluß zu üben. Hier wirdihnen die erhabene Bestimmung des Geschlechts gezeigt, welches nach ihrer Religionnur daS Werkzeug ist, die Leidenschaften deö Mannes zu befriedigen."
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Jr'and. Eine prachtvolle Kirche im gothischen Style, dem heiligen AlphonSvon Lign n geweiht, ist so eben zu Ballibrack feierlich eingeweiht. — Zur Erinnerungan O'ConneU wird auf dem Kirchhofe von GloSncwin ein Denkmal errichtet, welchesin einer Capelle mit einem runden Thurme bestehen soll.
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Salzburg , 2Z. Oct. Der Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Studentenin Salzburg hat am 12. Oct. seine erste Generalversammlung abgehalten. Der prov.Director erstattete Bericht über den Stand deS Vereins. Er zählt gegenwärtig überfünfzig Mitglieder. Ihre k. k. Majestät Carolina August« haben allergnädigst zurVertheilmig an dürftige Studenten 100 fl. C M. überreichen zu lassen geruht. Eine