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Kirchliche Notizen.
AuS Freiburg schreibt die „Bad. LcmdeSztg.": Der Besuch an hiesiger Uni-versität hat auch dieses Wintersemester, wie gewöhnlich, zugenommen. Bon dendieses Semester neu zugegangenen Studirenden widmen sich bei Weitem die meistender Theologie; überhaupt ist der Zndrang zur Theologie seit einigen Jahren gewachsenund die Hörsäle sind wieder, wie in frühern Jahren, von den Candidaten derselbengefüllt.
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BreSlau , 22. Nov. Nach einem so eben eingetroffenen Briefe deS hochwür-digsten Herrn Fürstbischofs haben Dieselben bereits am 7. d. M. Audienz bei Sr. Heilig-keit erhalten und sind auf die liebevollste und herzlichste Weise vom heiligen Vateraufgenommen worden. Als Dieselben sich verabschiedeten und um den apostolischenSegen für sich und die ganze BreSlaner Diöcese baten, drückte der heilige VaterSe. fürstbischöfliche Gnaden lange und innig an sein Herz.
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Frankfurt . Der mecklenburgische Kammerherr v. d. Kettenburg und derRitterguiSbesitzer v. Vogelsang haben sich wiederholt mit einer Vorstellung an denBundestag gewendet, worin dieselben auf Grund der bekannten Vorfalle (AusweisungdeS katholischen HanSlchrerS des Herrn v, d. Kcttenburg zc, :c.) um Ausrechthaltungder Rechte bitten, welche den Katholiken in Mecklenburg in bürgerlicher und politischerBeziehung zugestanden sind. Der Bundestag beschloß, die Erklärung der mecklenburgi-chen Regierung einzuholen.
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Von den Sammlungen des „Univers" für die verfolgte Kirche, welche über39,000 Fr. betrage», sind 28,000 Fr. nach Freiburg und 6000 Fr. nach Limburg gesandt worden.
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New-York. Die „Kath. Kirchcnzeitung" aus New-York vom 26. Oct, d. I.bringt Folgendes: Wieder eine Heldenthat der Know NvthingS. Dieseedlen Söhne der Freiheit haben vorige Woche in EllSworth (im Staat Maine )eine große Heldenthat ausgeführt, indem sie einen wehrlosen wackern Priester, Hochw.Hrn. Papst, der unter den dort wohnenden Katholiken als Missionär wirksam ist undbei allen Gutgesinnten in Achtung steht-, auf das Schändlichste mißhandelten. Der„Merkury", ein in Bangor, Ma,, erscheinendes B!att, gibt folgenden Bericht:In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag (15. Oktober) kam eine wohl 100Mann starke Bande vor daS Haus des Hrn. Keul gezogen, wo Hr. Papst logirte.Nachdem die Kerle deS Priesters habhaft geworden, nahmen sie ihm seine Uhr undsein Taschenbuch ab, rissen ihm alle Kleider vom Leib und überdeckten ihn mit Theerund Fevcrn. Während sie dieß thaten, verspotteten und verspäten sie ihn unter dengräßlichsten Gotteslästerungen. Auch fragten sie ihn, warum er in dieses Land gekom-men, um den katholischen Glauben zu predigen. Wir sind, sagien die Schurken,Protestanten und wollen Sie eines Besseren belehren. Ein Anderer frug ihn: Wirddie Jungfrau Maria Sie jetzt retten? Wieder ein Anderer fragte: Wie viel Weiberhaben Sie und wie viele Kinder? — Nachdem sie ihren teuflischen Muthwilleu indieser Weise mit dem Priester getrieben, setzten sie ihn aus eine Planke und ranntenmit ihm eine halbe Meile lang zu einem Schiffbauplatz, wo sie ihn nackt liegen ließen.Es war eine kalte, stürmische Nacht, welcher der Priester zwei Stunden lang ohneBedeckung ausgesetzt war. Mehrere von der Bande wollten sogar noch AergereS thunund den Priester aufhängen; wovon aber der Anführer der Bande abrieth, der einganz gcntiler Mann zu seyn schien. Die Garde gehört zur s. g. „<-u»r6 ok likerl)'"— Garde der Freiheil (!!)....
Verlags-Inhaber: F. C. Kremer.