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und wenn dieß vorbei ist, nehmen die Diaconen die Ueberbleibsel und bringen sie inden Tabernakel (lg). Hierauf ermahnt der Diacon zum Danke für die Theilnahmean dem kostbaren Fleische und Blute Christi u. s. w. (14) und der Bischof betet diebestimmten Gebete nach der Communioii. Der Diacon fordert die Gläubigen auf,sich zu beugen vor Gott zum Segen und der Bischof betet den Segen über dasVolk, zum Schlüsse spricht der Diacon: „Gehet in Frieden" (15).
Bei der Priesterweihe legt der Bischof in Beiseyn der Priester und Diacone demWeihecandidaten die Hände auf und betet über ihn daS'Wcihegebet (16): ebensolegt er dem zu weihenden Diaconen im Beiseyn der Priester und Diacone die Händeauf (17) und betet das Weihegebet (18), dasselbe geschieht bei der Weihe derDiaconifsincn (19, 20) und der Subdiaconen (21); auch dem Lector, welchen der Bischoserwählt h.u, legt er unter Gebet die Hände auf (22). Besonders Bekenncr deSNamenS Jesu machen sich würdig der heiligen Weihen, sie sollen sich aber nicht eigen-mächtig diese vindiciren (23); die Ausnahme in den Stand der Gott geweihten Jung-frauen und der Wittwen geschieht nicht durch Ordination, sondern durch ihren freienWillen (24, 25), ebenso wird das Erorcistat nicht durch die Ordination, sondern durchbesondere Gnade Gottes verliehen (26). Der Bischof soll wenigstens von zwei Bischö-fen ordüu'rt werden (27), die übrigen Weihen ertheilt ein Bischof; ebenso kann mirder Bischof oder Priester den Segen ertheilen und die unter ihm stehenden Gradeercommum'ciren, der Diacon soll nicht taufen oder comccriren, sondern den Gläubigennur die Commnnion reichen; überhaupt soll kein Kleriker sich die Verrichtungen eincShöheren GravcS anmaßen (23). Die Weihe des WasscrS und des Oelcs kommt demViichose zu und in dessen Abwesenheit dem Priester, er spreche dabei daS Weihe-gebet (29). Die Erstlinge aller Früchte sollen dem Bischöfe, den Priestern und Dia-conen gehören, die Zehnte aber werden zum Unterhalte der übrigen Kleriker, derJungfrauen, Wittwen und Armen verwendet (30); waö vom heiligen Opfer übriggeblieben ist, soll unter die Geistlichen und Di.'coni sinen vertheilt werden (3t). Beson-dere Vorsicht soll angewendet werben bei der Anfnahme in die Kirche und der Zulassungzur Tause; vor Ällem sollen nur solche aufgenommen werden, welche aus reiner Absichtund mit dem Versprechen, ein wahrhafl christliches Leben zu führen, sich zur Taufemelden. ^ Slle, welche ein verdächtiges Gewerbe treiben, wie Unzüchtige, ZaubererundWahrsager, Schauspieler, Fechter, Wagcnlenkcr. Schnellläufcr, Mnsicanlen, Tänzeruns Gaukler, oder Verfertiger von Götzenbildern werden nur unter der Bedingungausgenommen, daß sie ihr Gewerbe soglu'ch verlassen, außerdem werden sie wiederentlassen. Will eine Ungläubige, welche im Concubinat gelebt hat, übertreten, sostll sie angenommen werden, wenn sie nur mit einem Manne zu thun hatte; hat einGläubiger eine Eoncubine, und sie ist seine Leibeigene, so soll er sie entlassen, ist sieaber ei>e Freie, so soll er sie zur rechtmäßigen Frau nehmen, Daö Katechumenatdauert rrei Jahre, kann aber abgekürzt werden, wenn cm Katechumene besondereFrömmigkeit und Begierde nach der Taufe zeigi; die Katecheten, wenn sie auch Laiensin?, soüen erfahren seyn im Worte GoteS und ein tugendhaftes, sittliches Lebenführen (32). An folgenden Tagen sollen alle Knechlöarbeilen ruhen, nm Satchatzum Gedächtnisse der Schöpfung, und am Tage deS Herrn zur Erinnerung an seineAuferstehung, die ganze Ehar- und Osterwoche, am Himmclfahrtstage, am Pfingstfeste,an Weih nullen, am Feste der Epiphanic, an den Apostelragen, am Tage des heiligenSt.phaiiiiS und andirer heiliger Märtyrer (33), Beten sollet ihr zur Morgenstunde,zur dritten, sechsten und neunten Stunde, am Abende und beim Hahnenruf; wenndie Zusummcnkünfte iu den Kirchen von den Ungläudigen mrhindcrt werden, so magder Bischof die Gläul igen in einem Hause versammeln, und ist auch dieses nicht mög-lich, so bete und singe Jeder für sich; nur sollen auch da die Katechumenen ausge-schlossen seyn vom Gcbete (34). Wenn der Bischof die Gläubigen zum Abendgebeteversammelt hat, und der Abendpsalm (der 149.) gebetet ist, fordert der Diacon aufzum Gebete für die Katechumenen, Energumenen, für die Ncugetauften und Büßenden(35); und nachdem die Lichter angezündet sind, zum Gebete für alle Gläubigen, daß