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Nach heftigem Widerstreite besonders von Seite der Orientalen drang endlichder Gebrauch der römischen Kirche durch, die hartnackigen Gegner wurden als Schis-matiker betrachtet und das ökumenische Concil von Nicäa (325) sprach sich vollkommendafür aus.
Concil zu Lyon i, I, 198 (od. 199).Gegen die Irrthümer des NalentinuS, ein Bruchstück des Syuodalschreibens, hatBaluciuS in seine neue Sammlung aufgenommen.
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Concilren des dritten chri^llichen Jahrhunderts.
Bei den immer mehr überhandnehmenden Ketzereien, besonders der gnostischen,mußte sich von selbst die Frage auswerfen, ob die Taufe der Ketzer für gütig anzu-sehen sey, oder ob einer nochmals getauft werden müsse, wenn er von den Häretikerngetauft worden sey und zur katholischen Kirche zurückkehre.
Concil zu Carthago i. I. 215.AgrippinuS, Bischof von Carthago, versammelte die afrikanischen Bischöfe zurUntersuchung der Frage über die Ketzerlaufe, unv der Beschluß der Syuode lautetedahin, daß die Ketzer den heiligen Geist selbst nicht haben und folglich in der Taufeseine Gnaden nicht mi'theilen können; daß die Neubekehiten, welche von den Ketzerngetauft seyen, bei ihrem Uebertrnte sich taufe» lassen müßten. Dieses Concil wie alledahin entscheidenden wurden von der Kirche verworfen, wie wir sogleich sehen werden.
Concil von Carthago i. I. 217.Cyprian erwähnt diese Synode in seinem sechsuudsechzigstcn Briefe, daß nämlichauf derselben bestimmt worden sey, kein Kleriker solle eine Bvrmnndschaft und der-gleichen Geschäfte übernehmen,
Concilien zn SIlerandria i. I. 223 u. 235,Auf dieser Syuode wurde OrigencS seiner priesterlichen Würde entkleidet, weil
er sich selbst verstümmelt hatte, nur die Geistlichen von Palästina, Arabien, Phönizien
und Achaja unierschrieben das Unheil nicht.
An demselben Orte wurde später eine andere Provincialsynode gehalten (235),
aus welcher Bischof Ammoniuö, der vom Glauben abgefallen war, für die Kirche
wiederum gewonnen wurde.
Concil von Jkoninm und Synnada 235.Diesen beiden Synoden wohntxn die meisten Bischöfe Kleinasiens bei, underklärten sich gegen die Gilligkeit der Ketzertaufe.
Concil zu Rom i. I. 237.Papst Fabian vernrtheilt den OrigeneS, dieser aber wendet sich in einem Schrei-ben an den Papst und gelobt Unterwerfung und Buße.
Concil von LambesuS i. I. 240 od. 242 od. 215,Gegen den Ketzer PrivatuS, der wahrscheinlich schon früher Irrthümer verbreitete,er wurde von den 9V anwesenden afrikanischen Bischöfen vernrtheilt, und von PapstFabian erconimuuicirr.
Concil zu BostraS i. I. 242 od. 243.Der gelehrte Origenes wohnte dieser Svuode der afrikanischen Bischöfe bei undbrachte den Bischof BerylluS , welcher in die Irrthümer des Theodotuö verfallen war,zum Widerrufe.
Concil zu EphcsuS (od. iu einer andern asiatischen Stadt) im I, 245.Gegen Noctw?, welcher Irrthümer über die Dreipersönlichkcit Gottes verbreitete.