Ausgabe 
5 (10.8.1845) 32
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Iweite Jahreshälfte.

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Die heilige Communion.

Auf de« Altare« Höhe«Da ruhet Gottes Sohn,Umglänzt von Edelsteinen,Auf golonem Königsthron!

Und Schaarcn holder Engel,Mit Schwingen, blau und grün,Sie liegen da und schauenUnd preisen ewig Ihn!

Das sterblich Auge brächeBor Seiner HerUichkeit,Driun wählte Seine LiebeEin einfach Lilienkleid!

Er ist der Herr der Welten,Denn Ihm entquoll ihr Seyn,Und Er löst' die GefallnenMit Seinem Blute ein!

Uzd doch ruft Er:O Seele,Da unten tief im Thal!Es sehnet mich, zu haltenMit Dir das Hochzeitmahl!

Mach auf! Mach auf die ThüreDeS kleinen Herzens Dein,Mach auf, o Braut, und führeDen Bräul'gam zu Dir ein!"

Und unten tief im Thale Da steht das Hüttlein klein,Da wohnt die MenschenseeleGar dürftig und allein!

Postzeittmg.

August 5845.

Sie trägt ein zartes KleidchenMit blülhenweißem Schein,Das wieder sie gewaschenIm Blut des Lammes rein!

Ob des Gewandes SchimmerIst sie erfreut gar sehr!Da wallt der Ruf von ObenZu ihrem Hüttchen her!

Es tönet süß und herrlichWie Himmelsharmonicn!Die Seele lauscht und bebetUnd fasset nicht den S.nn!

Der König aller WesenMit mir der Bettlerin!Weh mir! Welch eine TäuschungVerblendet meinen Sinn!

Und doch! die «w'ge WahrheitIst's, di- hier zu mir spricht!Eher täuscht der Sonne Klarheit,Eher täuscht d-r Sonne Licht!"

Da zuckt der Blitz des GlaubensIhr durch die schwache Brust!Sie rafft sich auf und fohletDie reinste Himmelelust!

Sie Prüft nochmal ihr Kleidleia,Ob es auch lauter ganz,Und schmückt's mit Thränender!?»Von himmelreinem Glanz!