Ausgabe 
5 (10.8.1845) 32
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in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit; da-mit Alle Eins seyen, in lebendigem Glauben, inthätiger Liebe, und damit Keiner vvn denen, die dumir gegeben hast, verloren gehe.

Wie könnten Wir es unberührt lassen, was vor Aller Augenliegt? Wir leben in Tagen, in welchen nahe und ferne in allenTheilen des großen Leibes der Kirche, neu erwachteö Leben, er-höhete Treue der kirchlichen Gesinnung, und vermehrte Theilnahmefür Alles sich kund gibt, was die heiligsten F'agcn unsres Lebens,und der Kirche Wohl und Wehe berührt. Während diese Erschci-

Führer; schaaret Euch um sie, als um Eure Hirten, hörct ihreStimme und folget ihr. Gehorchet Euern Vorgesetz-ten und seyd ihnen Unterthan, denn sie wachen füreure Seelen als solche, die Rechenschaft geben müs-sen; damit sie dieses mit Freuden thun und nicht mitSeufzen. Dazu hat Christus in der Kirche Hirtenund Lehrer verordnet, damit wir Alle gelangen zurEinheit im Glauben, und in der Erkenntnis; desSohnes Gottes, daß wir nicht mehr Kinder seyen,die hin und her schwanken, und von jedem Winde der

nung Unser Herz mit heil. Freude erfüllt, fchll es nicht an an- Lehre umhergetrieben werden, durch die Schallhastig-dern Zeichen der Zeit, welche uns Allen, geliebte BiSthumsange->kcit der Menschen, durch Kunstgriffe der Verführung,hörige! nachdrücklich die ernste Mahnung zurufen: Wach et; !sondcr» daß wir Wahrheit übend in Liebe an Allemstehet fest im Glauben, handelt männlich und seyd zunehmen, in ihm, welcher das Hanpt ist Ehristuö.stark. Lasset in dieser Zeit der religiösen Auflegung und dcsMic ihr Christum den Herrn angenommen habet, soKampfes Euch nicht irre machen in der Ueberzeugung von dcr-wandelt in Ihm; eingewurzelt und gegründet in Ihm,Göitlickkeit jenes Glaubens, in welchem Eure Väter Frieden san- und fest im Glauben, so wie ihr gelehrt worden, undden im Leben und seligen Trost im Sterben, dem Ihr in der wachset in Ihm mit Danksagung. Sehet zu, daß euchunvergeßlichen Stunde Eurer ersten heiligen Communion Treue ^Niemand verführe durch WcltweiSheit und leerengelobtet. Seyd und bleibt treue Söhne und Töchter jener heil. Trug, nach der Ueberlieferung der Menschen, nachKirche, welche erbauet ist auf dem Fundamente der Pro-!den Kindheits lehren der Welt und nicht nach Christo,pheten und Apostel, deren Eckstein Er selbst ist, Jesus denn in Ihm wohnet die ganze Fülle der Gvtth.itChristus. Ihr gibt eine ruhmvolle Vergangenheit von 18 Jahr-Leibhaftig. Bleibet bei dem, was ihr gelernt habetHunderten das Zeugniß, daß sie nicht Menschen- sondern GotteS-^und euch anvertraut ist, denn ihr wißt ja, von wemwerk, daß sie jene von dem Gottessöhne zur Fortführung seines ^ihr es gelernt habet. Auch in unsern Tagen gilt die Er-Erlösuns^verkcs gestiftete Heileanstalt sty, der Er die tröstende Mahnung, die der Apostel PaulnS an die Christen in GalaticnVerhcißn.ig gegeben hat: Sehet ich bin bei euch alle Tage, sichtet?: es gibt Einige, die euch verwirren und dasbis an vas Ende der Welt. Du bist Petrus, auf die-^Evangelium Jesu Christi zu verkehren suchen. Aber

scn Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pfor-ten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Ichwill den Vater bitten, und Er wird euch einen andern Tröster senden, damit Er bei euch bleibe ewiglich,den Geist der Wahrheit.

Seit der Heiland dieses große Wort gesprochen, wie vielemenschliche Schöpfungen und Werke, die eine unzcrstörlichc Dauer

wenn wir, oder ein Engel vom Himmel euch predigenmöchten anders, als wir euch gepredigt haben, der seyverflucht. Erweiset euch als gehorsame Kinder jenerKirche, die da gesetzt ist zum Ruhme der Jahrhunderte,deren Herrlichkeit sich erstreckt von Meer zu Meer,welcher Könige und Fürsten angehören, und die vonSchaaren himmlischer Engel umgeben ist. In ihr hatversprachen, sind in den Stanb gesunken; aber des Herrn Worte-JcsuS Christus alle seine Wahrheiten und Gnadcnmittcl nieder gc-sind mcht vergangen; seine heil. Kirche nnd die bcwnndcrungo- legt, sie ist die Bcwahrcrin und Verkünderin seiner Lehre, die

würdige Einrichtung und Verfassung, die Er ihr gegeben, dauertsort, und sie wird fortdauern bis zum Ende der Tage. Dessenfreuet Euch in dem Herrn, vielgeliebte Divccscuic»! Freuet Eucheiner Kirche anzugehören, die in ihrer Lehre, in ihren Sacramen-tcn, in ihrer Verfassung stets den unschätzbaren Vorzug der Ein-heit und des Apostolischen Ursprung s bewahrte, an deren Spitzeals Mittclpunct der Einheit, als Wächter über die Reinheit desGlaubens ein höchstes, von Christus angeordnetes sichtbares Ober-haupt steht, welches mit der Sorge und Liebe deö Vaters wachetüber das geistliche Wohl der über den ganzen Erdkreis zerstreutenLämmer und Schaafe der Hccrde Christi. Die Biftöfe und Prie-ster, denen größere oder kleinere Theile jener Hecrde anvertrautsind, haben ihre Sendung von Christus dem Herrn, sind Nachfol-ger der Apostel, habe» durch feierliche Händeauslegung die sacra-mcntalischc Weihe zu ihrem hohen Berufe empfangen. Von ihnengilt das Wort des Herrn: Wie der Vater mich gesendethat, also sende ich euch. Ihr habet nicht mich er-wählet, sondern ich habe euch erwählet, und dazu euch

Ansspenverin seiner Gnaden. Hörct bereitwillig das göttliche Wort,welches sie Euch verkündet, bewahret in Enrcm Herzen, unvbefolget cS in Eurem Leben, geliebte Bisthumeangchörige! SeydThäter des Wortes, nicht Hörer allein. Nahet Euchoft und mit würdiger Vorbereitung den heiligen Sacramcntcn derBuße und des Altars, und ihr werdet erleuchtet, gereimgct, gc-heiligct werden. Versammelt Euch oft um die Altäre des Herrnznr frommen Theilnahme an der Feier des heiligsten OpferS; inihr werdet Ihr finden Tugend- nnd Dnlvungetraft, Trost undFrieden. Feiert mit der Kirche, nach ihrer Anleitung und miteifriger Theilnahme die Sonn- und Festtage und die heiligen Zei-ten des JahreS, und Ihr werdet immer mehr theilhaftig werdender herrlichen Segnungen, welche in den großen Wahrheiten undBegebenheiten des Christenthums verborgen liegen. UnterwerfetEuch mit gewissenhafter Treue den Geboten und Verbote» dervom heil. Geiste geleiteten Kirche; ihr ist von Jesus Christus dieGewalt zu binden und zu lösen gegeben; alle ihre Anordnun-gen sind Ausflüsse ihrer Weisheit und mütterlichen Liebe, und bc-

bestimmt, daß ihr hingehet und Frucht bringet, und-rechnet für Euer ewiges Heil. Begnüget Euch nicht damit, äufzer-daß eure Frucht bleibe. Wer euch höret, der höretmich. Wer euch verachtet, der verachtet mich.

Darum schließet an die Vorsteher der Kirche Euch an, ge-liebte Diöcesanen! als an Eure von Gott gesendeten Lehrer und

lich der Kirche anzugehören, seyd vielmehr ihre Bekcnner in Wortund That, mit Herz, Sinn und Wandel, folget treu ihrer mütter-lichen Führung auf dem Wege des Heiles, und an den Früchten,die in Eurem Herzen und in Eucrm Leben sich offenbaren, werdet