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5 (17.8.1845) 33
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unzertrennlich verbunden; und wie das irdische Daseyn und Lebens sich selbst vor Allem opfernd wie Christus für die Gemeinde,in die Zcitfolgc verfließt, und ein Tag den andern, eine Genera-!Der geistig Zcugenve entsagt der leiblichen Zeugung wie Christus;tion die andere verdrängt, so wird täglich in der Zeit und für! seine Braut ist die Kirche, seine Familie die Gemeinde; er gehörtdie Zeit das außer der Zeit ein für alle Mal gültige blutige;zu den Verschnittenen um des Himmelreichs willen. (Match. 19,Kreuzopfcr unblutig wiederholt, erneuernd für die mit der Zeit! 2l). 1 Cor. 7, 32.33.) Denn das Priesterthum des neuenströmende Menschheit das blutige, um so jevcn Pulöschlag einer ^ Bundes sollte nicht wie das in dem Geschlechte AaronS sich fort-täglichen Erdumwälzung, jede TageSwclle im Zcitenstrome gleich-^ pflanzende des Alten, Eigenthum und Vorrecht einer Familienkastc,sam mit dem Opferblutc der Erlösung zu durchdringen und zu ^sondern in der Universalität des Christenthums allen geistig Bc-särben, damit der versammelten Gemeinde Christus der Gekreuzigte ^ gcibtcn und Berufenen zugänglich, und darum leiblich unvererblichals Gegenstand ihrer Liebe täglich vor Augen, sein heiliges Kreuz- seyn. Deßhalb heißt esein ewiges Priesterthum nach der Ord-opfcr immerfort sühnend zwischen Himmel und Erde schwebe (Ga- nung Mclchisedcchs, der, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Ge«later 3, 1.),nd so die Erde auch für die Himmlischen die Si° schlechtofolge, Priester war, nicht nach der Vorschrift einer flcisch-gmrtur trage, womit wir sie hicnicdcn bezeichnen: eine Kugel undilichen Bestimmung, sondern in der Kraft eines unvergänglichendas Kreuz darauf. So wiro, weil mit dem rund um die Erde ^ Lebens." (Hcbr. 7, 3. Iti.) Darum soll der Priester Alles,wandernden Tage anch das katholische Opfer in ununterbrochener! auch das Theuerste auf Erden, verlassen, um Christo nachzufolgenFolge sich um sie herumzieht, des Propheten MalachiaS alte Weis-! (Luk. 44, 26.), um, wie Er, frei von allen die Ausübungsagung buchstäblich erfüllt:Vom Aufgang der Sonne bis zum! heiliger Pflichten hemmenden Familienbcmdcn .. Cor. 7, 33.),Niedergang ist Mein Name groß unter den Völkern, und an allen! mit Christus sagen zu können:Wer ist mein Vater, meine Mut-Orten wird Meinem Namen cm reines Opfer dargebracht." (Ma-Ztcr und wer sind meine Geschwister?" u. s. w. (Matth . 12, 48.)lachias 1, 11.) Aber auch das eigene Wort des Herrn:!Aber nicht entfremdet soll er hierdurch seinem Lande und VolkeSchct, Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt" ^ werden, sondern nnr mit Christus um so größerer Aufopferung(Matth. 28, 20.) wird in diesem Sacrament auf eine besondere und Hingebung für dasselbe fähig. So pflanzen denn Christi wunderbare Weise, die im Manna der Bundeslade deutlich vorge-! Sendung, Hauch und Vollmacht (Joh. 2V, 21. 22.), so pflan-bildct war, erfüllt. Unter dem Schleier der Brodcsgcstalt verbor-^zcn die heiligen Flammen des ersten Pfingstfestes in der katholi-gen, scheint zwar wie dortmals in dem sturmbcdrohlen Schifflcin ' schen Kirche von Haupt zu Haupt, von Geschlecht zu Geschlecht,i^Matth . 8, 24.) der Herr anch hier zu schlummern, so still, so ^ wie in geschlossener elektrischer Kette sich fort durch die Auflegungregungslos, so gehcimnißvoll ist Alles ringoumhcr, gleich der ein-!der Hände im Sacrament der Priesterweihe,samen Lampc vor dem Hciligthnm. Allein auch hier heißt es wie ^ Als der Vater der Gemeinde ist aber der Priester auch ihrim hohen Lubcslicde:Ich schlummere, aber mein Herz wacht." Tröster in aller Noth, zumal in der höchsten letzten Noth deö(Hohcl. 5), 2.) Er hört alle Seufzer und Klagen seiner Getreuen, Todes. In Christi Namen sendet ihn die Kirche an das Kranken-Er hört ihren Nvthschrei, Er weiß um die Gefahr des schwan-^ bett eines jeden ihrer Kinder, das heilige Ocl der Stärkung zukcndcn Schiffes; Ein Wort unv Wind und Wellen gehorchen gießen in die erlöschende Lcbenoflammc. Dunkel ist'S und kaltIhm, und wird wieder Friede und Stille. und öde in der Nähe deö Todes; darum Oel, welches Licht und

In dem Strome der Zeit aber, der das Schiff der Kirche Wärme beschließt und sinnbildct, und Gebet, welches den Ange-trägt, gehen die Jndividueu und die Generationen unter und ver- sichts des Todes einsam Verlassenen in Gottes und guter Geisterschwinden von der Erde. Darum hat das alte Wort:Wachset! Nähe bringt. Neue Kämpfe, ungeahnte, gibt es hier mit denund mcbrct euch!" seitdem der Tod dazwischen getreten ist, für die auflösenden Kräften der Natur, mit den feindlichen des GcistcrrcichS;Erde die Bedeutung erhalten: Wachset und ersetzet euch! Gerade! darum noch einmal eine Salbung für den christlichen Athleten.das geschlechtliche Verhältniß aber ist in den Fall der Menschheit! Der Kranke genes't oder er stirbt, je nach Gottes heiligem Nath-aufS tiefste mit hineingezogen und verschlungen, wie die gräulichen schlusse: in beiden Fällen hat ihn die trcne Mutterhand der KircheAusartungen desselben bei allen Völkern zeigen. Deßhalb bedürfte entweder zurückgcleitet von dem dunkeln Thore des Todes oder ihnin dem Werke der Erlösung die Quelle der geschlechtlichen Erneue-! hindurchgeführt in ein anderes Leben, wo sie ihn auch dann nichtrung eines besondern höher» Schutzes und Segens, einer beson- vergißt, sondern immer noch mit ihren treuen Fürbitten unddern Heiligung, damit alle Gefahr der Entartmig möglichst bcsci- Segnungen ihn begleitet.

tigt, der Vercinignng ein höheres Mittel und Band als das der l Das ist in wenigen schwachen Zügen (denn wer vermöchtegefallenen Natur gegeben und für die höheren Pflichten des gott -/diese heiligen Geheimnisse der erlösenden Liebs ganz auszuforschenähnlichen Bcrnss der Menschenbildung höhere göttliche Gnade und^und ciuözusvrechen?) die Bedeutung der sieben heiligen Sacra-Kraft verliehen werde. Deshalb erhob Christus die Ehe in seiner mente, in deren Besitz und Spendung die katholische Kirche allemKirche zum Sacrament, indem Er sie durch des Apostels Mund Spotte und Widersprüche zum Trotz mit ruhiger Sicherheit sichzum Abbild seiner heiligend.» Verbindung mit der Kirche erklärte; behauptet, getragen durch die allmächtige Kraft des göttlichen Ge-und von da an ist jedes Braut- und Ehepaar, in welchem sich berS und durch den kindlichen Dank der Millionen treuer Empfän-dicseS Abbild rein darstellt, ein ehrwürdiger, rührender Anblick für ger, die da wissen und täglich von Neuem inne werden, welcheEngel und Menschen/ j reiche Quellen unaussprechlichen Trostes und Heiles ihnen hier

Nicht bloß eine leibliche Zeugung aber gibt'S, sondern anch geöffnet sind. Zwar fließen diese Himmelsguellcn durch menschlicheeine geistige, »nd durch diese, in der göttlichen Annahme an Kin-^Canäle als ihre Träger; aber die göttlichen Gaben sind der Will»dcsstatt vorgebildet, werden geistige Kräfte und Vorrechte geistig kür menschlicher Thätigkeit eben so entrückt, wie in der Natur dieübertragen und fortgepflanzt zum Dienste der Gesammtheit. Der befruchtenden Einflüsse der Sonne, des Thaues und NcgcnS, undsie Empfangende, diesem Dienste sich Widmende leistet aber dafür sind darum an sich unabhängig von der Würdigkeit des zeitlichenauf die Ausübung niederer Kräfte und Rechte Verzicht, um ungc-! Spenders, dessen eigene Armuth GottcS Reichthum nicht beschrän-tbcilt und leiblich wie geistig frei für sein heiliges Amt zu lcbcn/ken und das Anrecht des empfangenden Gläubigen, der hier der