Ausgabe 
5 (31.8.1845) 35
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Attgsburger

Zweite Jahreshälfte.

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Poftzeitttng.

Zt. August t84S

Lo b gesang

den heiligen Schutzengeln geweiht

von

P. S.

Turch Thäler voll Mängel,

Durch Fluren voll RuhFührt glorreich ihr Engel I

Der Heimath uns zu.Am Throne der Sterne

Tönt Euer G.bct,TaS hoch in dir Ferne

Uns Segen ersteht.

Ihr wallit hicnieden,

Unsichtbar die BahnDer Prüfung im Frieden

Zum Schutz uns voranBis hin, wo nach Leiden

Vergehend in der Zeit,S ch ewigen Frcudcn

Der Sieger einst weiht.

Ibr leuchtet mit Fackeln

In O.ualen und Lust.Hat sich auch mit Makeln

Befleckt unsre Brust,Deckt Ihr mir dem Flügel

Der Liebe sie zu,Und winkt uns am Hügel

Des Kreuzes zur Ruh.

Das Wch'n Eurer SchwingenBringt Kühlung und Krast^

Ist mitten im RingenDer Muth »uS erschlafft.

Ihr stärkt einst zur ReiseUns scheidend im Tod,

Und reicht unS z^r SvciseDaS himmlische Brod.

Und rust dann zum Streite,

Zum letztni, die Zeit,So ficht ihr zur Seite

Des Kämpfers b.-rcit,Und stellt mit der Krone

Des Sieges im EhorDer Secl'gen dem Sohne

Des Höchsten uns vor.

Katholische Briefe aus Nordamerika . *>

New-Zjork, 22. Mai 1845. Sie wissen gewiß in Frank-reich , das; hier mehr als 15,0dl> Franzosen leben, von welchenmindestens die Heilste aus sehr wohlhabenden Handelsleuten besteht.Alle diese braven 5!cnle suchcn sich fortwährend mit dem Mutter-lande auf gleicher Linie zu erhalten und nehmen jede Ansicht, dieaus Frankreich ihnen zukommt, wie ein Evangelium an. Nunaber lesen sie kein anderes französisches Blatt als den Courricrdes EtatS^unis, eine zn Ncw-Zork erscheinende und von dem Ver-fasser dcö Tour dc Ncsle Herrn F. N. Gaillardct rcdigirtc Zei-tung. Schon daraus können Sie den Geist dieses Blattes bemes-sen, das sich zwar rühmt ein Echo aller Parteien zu seyn, in derThat aber nur die bissigsten Artikel des Su'clc und National gegendie katholische Kirche aufnimmt und in seinen Feuilletons den ewi-gen Juden und die Königin Margot veröffentlicht. Tiefes unseligeBlatt liegt auf allen französischen Tischen, die Damen vcrscblin«gen seine Romane, die Männer lesen seine politischen Artikel, dienur von JcsuitismuS und den Schändlichkeiten der berüchtigtenSocietät faseln, und die Besseren verhüllen sich das Hauptund schämen sich, daß sie einer Religion angehören, die solcheBöscwichtc duldet.

An das Univers gerichtet und vom Katholik übersetzt.