ſlens entſcheiden. Die Englaͤnder ziehesnach Oſtfriesland, die Heſſen und Hanuo—veraner ſetzen ſich hinter die Eim sund die kayſerl. Trupßen ziehen laͤugſtder Lippe von Weſel bis Muaͤuſter ei—nen Cordon. So bald die preußiſcheArmee unier demMoͤllendorf aus der Gegend von Frauf-
furt am Riederrhein angekommen ſeyn
wirde, ſollen die kayſerl. Truppen ſichalle am Ober- und Mittelrhein concen-triren.die Preuſſeu, und die uͤbrigen Alliir—-en aber auf der Elbe und der We—Er Zufuhr erhalten. Dieſe neue Ein—richtung und Vertheilung der Armeenſcheint fuͤr die Zukuuft viele gute Fol—gen zu verſprechen, und mauche bis—herige Nachtheile zu hebeu.
Seit dem die Franzoſen uͤber die Iſſel ge-gegangen ſtad, eht ſich der Krieg nun auchan das rechte Uſer des Rheins, und da unſe-re Feſtung ganz in der Naͤhe des Kriegsthea-ters iſt, ſo werden hier die Vorſichts undVertheidigungs-Aaſtalten verdoppelt, umnicht von den Feinden uͤberraſcht zu werden.Aus allen Umfaͤnden laͤßt ſich ſchleſſen, daßdie Franzoſeun Holland nicht als in erobertes
Land, ſondern als eine alliirte Macht be-
handlen wollen. Sie werden alſo keine Con-Eibutionen und Requiſitivnen vornehmen,aber ſie werden wahrſcheinlich auch nicht er-manglen, die Hollaͤndiſche Land- aud See-macht, und jene unermeßliche Vorraͤthe, undMagaiue aller Art, die ſich in den 7. Pro-vinzen befinden, ſo anzuwenden, daß die Fran-Hſiſche Republik davon einen weſentlichenNu en ſiehe, und die patriotiſche Parthie nHolland , welche die Franzoſen als ihre Er—retter auſieht, wird es billich inden, daß derDienſt, weichen die Franken ihrem Vater-ſand leifleten, durch eine recht großmuͤthi-ge Summe Geldes belſhnt werde. Al—Jein wie werden nun die Allirten, Falls
Fein Friede erfolgt, die 7. Probinzen an-
hen; und behasdeln? Söobald ſie mitFeankreich allirt ſud, ſo konnen ſie nichtAls neutral rachtet werden. Englaudwird alſo nicht ſaͤumen, ſich ihrer Colo-nien zu bemaͤchtigen, und die Pordſeedurch eine maͤchtige Flotte zu ſperren. Dieallirien Truppen aber werden der unterdruͤckten ſtatthalteriſchen Parthie in Hob—Jand zu Huͤfſe kommen, und wenn das
Feldzug Holland als ein feindliches Lauderobern ſachen. Daun duͤrften die 7.Propinzen ein Theil des Kriegstheatersheerden, Vielleicht aber helfen nun dieHollaͤnder ſelbſt nachdruͤcklich am Friedenarbeithen.Feldmarſchall von*
Gluͤck ihnen guͤnſtiger iſt, als im vorigen
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VParis, den 4. Feb.
Einer unſerer geſchaͤtzten Schriftſtellerhat uͤber unſere Beſihnehmung der 7.vereinigten Provinzen folgende Betrach—tungen bekanut zemacht; Holland iſterobert, behandeln d es klug und ge—recht, ſo i es fuͤr uns, behandeln wir
es aber tyrauniſch und hahſichtig, ſo
iſt es fuͤt Eugland erobert. England freut ſich vielleicht jezt uͤber die Un-faͤlle ſe ner Allirten. Es zieht jetzt diehoilaͤndiſchen Schiſleute, dab auten,Reichthuͤmer, Fiſcherey und Hand ungan ſich, und wahrſcheinlich haͤt es ſei—
nen Flotten die Befehle ſchon zugeſchickt,
die hollaͤndiſchen Colenien wegzuneh—men. Der Handel von Norden, undder Alleinhandel mit Gewuͤrzen, dieGoldgrube der Hollaͤnder wird bald inengliſchen Haͤnden ſeyn. England willund hoft es, daß wir Holland enormeContributionen auflegen, daß wir allesin Requiſition ſetzen, daß wir die Hand-lung ſperren, es zwingen, am Krieggegen die Allirten Autheil zu uehmen,und die ſtatthalteriſche Parthey zu ver—folgen. Was werden wir aber durchdie Contributionen gewinnen? Maufuͤhre 10. Milliouen hollaͤndiſche Duka—ten nach Paris , und verwahre ſie mit20. Schluͤſſeln, in wenigen Monatenwerden ſie uͤber Genuag und Baſel insAusland waundern! Nehmen wir Hol—land und Amſterdam den Handel, ſohoͤren ſie ploͤzlich auf zu ſeyn, was ſieſind. Zwingen wir die Bataver zunKrieg, ſo ſind ihre Iuſeln, und ihreSeehaudlung verlohren. Verfolgen wirdie Katthalteriſche Parthie, ſo jagenwir vlele tauſend fleiſſige Kaufleute undFabrikanten nach Cuglaud, wohin ſieihr Geld bereits in Sicherheit gebrachthaben. Kommen wir mit Contributio-nen und Regquiſitionen, ſo ſchreyen diePatrioten uͤher Untreue und Barbarey-Sveſſer waͤre eb alſo fuͤr Fraukreſch unere
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