Ausgabe 
(18.2.1795) 42
 
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zog von Braunſchweig , mit welchemder etzige Kodnig von Preuſſen ſeine Regierung gleichſam erdfnete, mit allenLinen Folgen gaͤnzlich vernichtet wird.Dieſe beyden Umſtaͤnde duͤrften nun denBerlinerhof, wenn der Friede nicht erſolgt nothigen, an dem Kriege einenweſentlichern Antheil zu nehmen, undden groͤſen Theil ſeiner Kriegsmachtan den Niederrhein zu ziehen, welchesunn ſo eher geſchehen loͤnnte, da etztdie Alniſchen Aigelegenheiten groͤſten-cheils beendigt ſind, und Eugland ſich ge-wiß bereit finden laſſen duͤrfte den groſſern Theil der dazu erforderlichen Kriegs-Sſten durch Sabſidien zu leiſten. AuchRuͤßlaud ſcheiut geneigt zu ſeyn denKonig von Preuſſen in dieſer Unterneh-mung auf eine oder die audere At zuauter ſtuͤgen. Ja es heißt ſogar derPrinz Heinrich der jetzt das ganzeVerttauen des Koͤnigs geuießt, daucfte

entweder das Commando einer Armeevon 100 00. Preuſſen uͤbernehmen,oder doch vom dem Koͤnig zuun den wich-uigſten Staatsangelegenhtiten gebrauchtwerden. Am 2. dieß ſpeißte der Ko

nig bey dem Prinzen Heinrich, und der

Ring den er m an ſeinem Geburtstag

verehrte, wird 30,000. Thaler geſchaͤtzt

Baſek den 10. Febr.

Es iſt zbedauren, daß das Frie-densgeſchaͤfte, welches glaͤcklich eingankeitet, und im beſtenn Gang war,durch den Toð des wuͤrdigen Grafem

von Golz zwan nicht uuterbrochen,

aber doch um einige Wochen verzoͤgerto den. Mam hoft, der Kbnig von

Preuſſen werde bald einen eben ſo wuͤr-lige Mann als Bevollmaͤchtigten zurFortfetzung der Fiedeus Negecia tiouenieher ſchicken Die dffent iche Mey-vnng vereinigt ihren Wunſch in derVPerſon des Grafen von Herzberg, dergegenwaͤrtig zu Berlin in philoſophi- ſhRuhe lebtt, und der als ein Lieb-ng und Bertrauter Friederichs des

Einzigen auch in einer vorz aglichen Ach-

tung bey der franzoͤſiſchen Ration ſteht.Man kann es als zuverlaͤßig anneh-meun daß der preupßiſche Legations⸗

Sechetain Harnier, der ſelbſt in Parxis

war, die erſte Aeuſſerung der 3. Re-

gierungs Comites na h Berlin bringt,wo er ſchon vor einigen Tagen ange-kommen ſeyn muß. In Fraukreich iſtman faſt durch gehends der Meynung,daß die Nationakkonvention ſich werdebillich, und zum Frieden bereit findenlaſſen, weun man ihr annehmliche Friedensbedingungen vorlegt.ben die ä Armeen allerdingsgroͤſſe Eroberungen gemacht, und die-ſe gehdren in die eine Waagſchaale,aber in der audern Waagſchaale liegendie verlohrnen franzoͤſiſchen auswaͤrti⸗gen Beſitzungen, der Ruin aller Fabriken, Manufacturenn, und der Haudlung von Fraukreich, die ungeheureMenge Aßignats, die ſteigende Theu ruung und der Mangel an Lebensmit⸗teln, und der daraus entſtehende Wunſchder franzoͤſiſ chen Nat ion nach einem baldigen Frieden, den die VolksRepraͤſentanten in einer Republik nichtunbemerkt laſſen duͤrffen. Die framzdſiſche Nation ergriff die Waffen nichtum Eroberungen zu machen ſondernfuͤr Freyheit und Unabhaͤngigkeſtſt.Kurzgefaßte Nachrichten.Nach einem von der pohlniſchen Graͤn-ze ſich verbreitenden Gerucht ſon dieReiſe des Koͤnigs von Pohlen und dieReiſe des Herzogs von Curland Bezugauf einander haben, und hierunter einGeheimniß verborgen liegen, deſſen Auf-klaͤrung man von der Zeit erwartenmuß. Indeſſen ſchreibt man auch aus

Mitau, daß der Herzog nach Peters-

burg ſey entboten worden.

In Elſaß werden die Kriegsruͤſtungen ſtark betrieben, und alle waffenfaͤhige Mannſchaft von 16. bis 40.Jahren in Regiſtion geſetzt

Mittoch, den Febr. werden imFindelgaͤßel bit. A. Nro. 4489. einige Sil-erſtüct, Boggelhauben uud Coſeitlei-dungen, Waſch, Secten, Zinn, Kupſerund anderes Kuhelgeſchirre ein Muſchel-ſchutlen drey verſchiedene gang neu fa-conire vom Wagnet fertige Chaſen auch,verſchiedenes Schreinwert und arderenutzbare Fahrniße gegen bagte ZahlungA

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