Ausgabe 
(22.3.1894) 12
 
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Msgr. Lechaptois vom Tanganika. Brief aus Karema; vomobern Congo u. f. w.

Katechetische Blätter. Zeitschrift für NeligionSlehrer.Herausgcg. von Pfarrer Franz Walk, Benefiziat in Gaimers-heim. Keuchten, Köscls Verlag. Jährlich 12 Hefte. PreisM. 2,40 per Jahr. 1894. Inhalt des 1. Heftcö: Ueber diereligiös-sittliche Pflege der auS der Feiertagsschule entlassenenJugend. Die letzten Dinge des Menschen. Unterricht überdie Firmung. Von hl. Lippen. Aus unsrer Sammelmappe.

Literatur rc.

Die christliche Erziehung oder Pflichten derEltern. Von W. Becker, 8. Frcibnrg, Herder'schcr Ver-lag. Preis 2 M.

Das Capuzinerklostcr zu Innsbruck . Von v.Mich. Hetzenauer mit Jllnstr. von I. Find! uns einer Kartedes apost. MissionsgcbieteS in Indien. Innsbruck , Verlag vonFel. Rauch. 80 kr. östr. W.

Die christliche Aöcese. Ihr Wesen und ihre historischeEntfaltung von Dr. Jnl. Mayer Repetitor am Thcol. Conviktin Freiburg . Frcibnrg, Herder's Verlag. 80 Ps.

Erinnerungen eines alt-n Prägers. Ghetto-geschichten aus vergangenen Tagen von Em. Emil. Leipzig ,Verlag von W. Malende.

Englische Reiseskizzen mit Karten und Bildern vonHeinrich Pudor. Leipzig , Verlag von H. Pudor. 2 M.

Franz Luowig von Ertbal. Fürstbischof vonBamberg und Würz bürg. Ein Charakterbild, nach denQuellen bearbeitet von vr. Fr. Leitschuh. Mit 10 Vollbildern.Bamberg , C. Buchner's Verlag.

Heilige und selige Kinder. Eine kleine Legcnden-sammlung. Von I. Hosmann, Pfarrer in Güntersleben . Würz-burg, Verlag von A. Göbcl.

Us unse Lotterb ove-Johre. Erzählungen in Köln .Mundart. Von vr. W. Clanß. I. Band: Der Seilspenner.

Unse Student. Köln , Verlag von I. B. Bachem. Preisgeb. M. 1.50.

Gold zum himmlischen Brautgewand vomlieben Christkind. Für Kranke uns andere Leidende.Don G. I: Bartbclme, Seelsorger. Im Anhang Kranken- undSterbegcbete. Würzburg , Verlag von A. Göbcl.

Stadtpsarrcr M ichael Bcckert zu St. Peter inWürzburg. Von Or. C. Braun, Dompsarrcr. Würzburg ,Verlag von A. Göbcl. 80 Ps.

Leben des Prinzen Alexander v. Hobenlohe,Großprobst von Großwardcin. Hcransg. zum Besten einesfrommen Werkes von den Karmclitcriuncn von Marienthal imElsaß . Zu beziehen dortselbst. Preis M. 2,40.

Der große Tag der Erndte, Fasienpredigtcn vonCh.Dicssel, 0. 88. v,. NegenSburg, Verlag von Frieor. Pustet.Preis M. 1,40.

Stellung des kath. Religionsunterrichtes inder Volksschule -in Lehr Plan der Jünger Herbarts von vr. Johannes Scholastikus. Würzburg , Verlag von A.Göbcl. 50 Ps.

Die Wetterführung der Canalisirnng desMainS bis A'chasfcnburg. Von Frz. Wörner (imAuftrag des Stadtmagistrates Asckaffcnburg verfaßt).

Erklärung der gebräuchl. fremden Pslanzeu-namen. Von A. Emmerig. Douauwörth, Aucr'scher Verlag.

Der Obstbau. Von F. C. B. Gillig. Douauwörth,Aucr'scher Verlag.

Jahresbericht der Herber'scheu Verlagöhand-handlung für 1893, verfaßt von Frz . I. Hutter, Theil-haber dieser Handlung.

Lebensbeschreibung deS Bischofes Mich. Witt-mann, von Präses I. B. Mehler. 2. Anfl. NegenSburg.Selbstverlag des Verfassers.

Lebensbeschreibung des Bischofes Mich. Witt-mann, Tenium der Marianischen Kongregation Negcnsburg für 1894. Von Präses I. B. Mehler. Regensburg . VerlagS-anstalt vorm. Mauz.

Nepstitionöbüchlein."Ein Leitfaden für den Katechetenzur Wiederholung des Nothwendigsten an-Z dem Kate-chismus, was dem Kinde für daö Leben bleiben soll,zugleich ein Lescbücblein für das katholische Hans." 1. Thl.:Die Glaubenslehre. Keuchten, Kösel. 1894.

Ph.Nichts ist im Unterrichte nothwendiger, als die oft-malige Wiederholung des Wichtigsten. Das gilt besonders vomReligionsunterricht", schreiben die Verfasser dieses Büchleins inder Vorbemerkung, wohl Mitglieder des katcch. Nep-titionS-kränzchens, das in Augsburg zu Frommen unserer Katcchnmenen

fleißig arbeitet. Daß die Wiederholung aber von vielen unter-lassen wird, das zeigt die oft krasse Unwissenheit unserer Cbristen-lehrjugend. Die Gründe für diese katechctische Unterlassungs-sünde hab.en die Verfasser des NepetitionsbüchlcinS wohl erkannt,wenn sie' einNepetitionsbücklein zur Wiederholung des Noth-wendigsten" herausgeben. Denn die Stoffübcrfülle unsererKatechismen, besonders des AugsburgcrS, lassen dem jungenKatecheten vornehmlich, der alles durcknehmen zu müssen ver-meint, keine Zeit zu gründlicher Wiederholung mehr. Daß deß-halb unseren Katechismen eine Beschncidnng noth thut, har schon1878 ein Artikelschreiber in den Katechet. Blättern S. 102 ff.jenen nachgewiesen, die dem Grundsatz huldigen: tzuoä non estin catsehismo, non est in innnclo. Vorliegendes NcpctitionS-büchlein nun hat das Wichtigste und Nothwendigste des kate-cbetischcn Memorierstosfcs auSgehobcn, so daß der junge Katechetdaraus lernen kann, was er besonders gründlich zu behandeln,immer zu wiederholen, stufenweise zu vertiefen und somit auchden Schwächeren als festes katcchctisckes Eigenthum mit inS Lebenzu geben bat. Dazu kommt, daß der ausgewählte Stoff mitsolch methodischer Vortrcfflichkeit geboten wird, daß jeder Katechetaus dieser reisen Frucht von offenbar langjähriger katechctischcrThätigkeit lernen kann. Die Verfasser sind bei unsern prak-tischsten Meistern in die Schule gegangen: Mcy, Möhlcr, Dreher.Das beweisen manche Anklänge an deren Katechismen. WaSvr. Merkel, L-celsorger 1892 11. Heft, an dem NottenbnrgerKatechismus rühmt, daß der Verfasser desselben zuerst den Wort-laut der Antworten festgestellt und diesem die Fragen gebildethabe, das finden wir auch in dem Rcpctiticnsbüchlein; dennwenn man von den nebenangedruckten Fragen absieht, liest sichdas Großgedruckte leicht und flüssig in lückenloser Aufeinander-folge. Der in katechetischen Fragen feinfühlige Falk schrieb im-vastor bonus- 1893 S. 563:Die KatechiSmnsiprache muß diedes Volkes, des Kindes sein". Den Deharbe'schcn Katechismenmangle sie, darum seien sieNicht-Volksbücher". Das Ncpe-titionSbüchlein hat diesen Fehler vollständig überwunden; dieVerfasser haben den Muth gehabt (ich denke die Schulpraxiswird es ihnen gelehrt haben), all diese nnkindlichcn, langenPerioden, verschobenendaß"-,indem"- unddavnrch daß"-Sätze und Abstrakte, abzuweisen, um mit dem Kinde einfach zureden. Nur ein Abstrakrum vermisse ich, das man doch nichtentbehren kann:heiligmachende Gnade". Die Verfasser wolltenwohl diesen Ausdruck sich aus das 3. Hanptstück verspüren,ausder nicht unbegründeten Scbeu, Begriffe zu geben, ehe ihr In-halt dem Kinde klar geworden ist." Denn gerade mit dem Aus-druckGnade" wird vielfach sinn- und gedankenlos operiert,ebne daß er stufenweise vertieft und ccnccntrisch erweitert wird,wie cS z. B. der Begriffheiligmachende Gnade" auf 3 ver-schiedenen Lchrstufen verlangt. Die sonst so schwierigen undhart lcrnbarcn Partien über die Ausstattung der Stammeltern,Sündcnfolgen, Kirche sind in vorzüglicher Weise möglichst ein-fach behandelt. Die Schuldefiuitionen sind eben ganz wegge-blieben und die (sache ist dock gegeben. Einigemal,: werden ganzglückliche Worterklärungcn versackt, wie: Wir glauben standhaft,wenn wir fest beim Glauben stehen bleiben, selbst wenn cSdas Leben kostet. Die Eigenschaften Gottes werden so erfragt,daß sinnlose mechanische Antworten möglichst zurückgehaltenwerden. Neben solchen hervorragenden Vorzügen verschwindeneinige wenige Ausführungen, mit denen ich nicht übereinstimme.In dem Satze S. 23: Gott hat Himmel und Erde durch seinbloßes Wort aus nichts gemacht, erschwert der Ausdruckbloßcö Wort eine spätere Ergänzung dahin, daß dieses Worteben das ewige persönliche Wort dcS Vatcrö. die 2. Person, sei;dazu bereitet der Ausdruckallmächtiges Wort" besser vor.Die Antwort auf Frage 36: Was sind die Engel? Die Engelsind die Boten Gottes, möchte dem Kinde doch eine gar zu geringeAuffassung von dem Wesen der reinen Geister verschaffen. DieFragen 148 und 172 des AugSburger Katechismus sind in dieeine zusammengezogen: Warum ist Jesus Mensch geworden?Hier muß es offenbar heißen: Warum ist der Sohn GotteS Mensch geworden? Und wenn man darauf mit dem Nepetitions-büchlcin antwortet: 1. um uuS zu erlösen, 2. um nnS dcn Wcgin den Himmel zu zeigen, so ist das theologisch unrichtig; denndas hätte er ohne Menschwerdung thun können. Hier mußjedenfalls die Lehre von, GenuzthnungS-Leidcn und Sterbenangedeutet werden. Er ist Mcnsck geworden 1. um für unsleiden und sterben zu können. Später dann kaun mau fragen:Wozu wollte Jesus leiden und sterben? Die Antwort mit denInfinitivenum zu leiden" rc. verlangen das Fragewort: Wozu.Seite 58 entscheidet sich daß Nepctitionsbüchleiu unter den dreiin deutschen Katechismen üblichen Fragestellungen betreffs der Be-thätigung der Gemeinschaft der Heiligen zu der von Ncttcn-bnrg gewählten. Wie zeigen wir unsere Gemeinschaft mit den