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Zustimmung seiner Freunde, mit Hilfsmitteln seitens derjüngeren Genossen ausgerüstet, in Begleitung seinesBruders nach Nom zurück. (Lt trmo itsrnin, liosutia.xoskulnka, eum eonsilio aniioorulli st cum juniorumsudsiäris Irntrs sno oonrits, oaoros itarnna s.kstri xorgfuirers xroporaffat xresiäia.)
So kam Wynnebald zum Zweiten Male nach Nom:ssounäo vias aä Hoinarn s. I?6krigu6 basilioamveniodat, und führte ein sittcnreiues Leben.
Was ist nun das für ein Bruder, der ihn überdas Meer nach Italien begleitete? Der hl. Willibald?Unmöglich; denn dieser weilte damals entweder noch inKonstantinopel oder, falls wir Wynnebalds Aufenthaltin England längere Zeit währen lassen, wenigstens inMonte Casstno; wie auch Greifer schon hervorgehobenhat (tom. X, 791).
War es der hl. Sola, der Gründer von Solen-hofen? Weder die Nonne von Heidenheim noch Ermanrichvon Ellwangen, welcher vor dem Jahre 842 Sola's Lebenaufgezeichnet hat, kennen ein derartiges Verwandtschafts-verhältniß. Es war ein dritter Bruder des hl. Willi-bald und Wynnebald , dessen Namen uns die Geschichteleider nicht überliefert hat.
Da kam nun, erzählt die Nonne von Heidcn-heim, der hl. Bonifatins nach Rom, um Unterstützungan Priestern für die deutsche Mission zu suchen. Sobalder den Aufenthalt Wynnebalds, der durch die Bande desBlutes ihm verwandt war, in Erfahrung gebracht hatte,lud er ihn ein, als Mitgchilfe seine Stütze und seinTrost werden zu wollen. Was that Wynnebald? Oon-Isskirnguo trntrsm suuiu proprinni soä ab alias osnsco§nnto8 atgus ainiaos sodriis salntationnni verdisooinpelladib atguo liaontiam postnlavit. Ilt, buno illsvum alignLnto collo^nnr coinitatn ineffcnrvsrakikLr(N. 6-. XV, 109). Er theilte den bonifatianischenAntrag sofort seinem eigenen Bruder, den sonstigen Be-kannten und Freunden mit und erhielt ihre Zustimmung.In zahlreicher Begleitung trat er die Reise an.
Diese Anfrage nun an den hl. Willibald in MonteCasstno, sei es auch nur auf schriftlichem Wege, wie Hanckmeint, richten lassen, heißt dem Zusammenhange, deminneren Jdeengange der Erzählung Gewalt anthun.Wynnebald besprach sich mit seinem ungenannten Bruder,der wohl in einem der römischen Klöster sich befindenmochte, und mit sonstigen Landsleutcn, deren es damalsgar viele in Nom gab, aber nicht mit dem hl. Willibald .Der Jngolstädter Jcsnite Greiser hat diese Stelle ganzrichtig auf den anonymen Bruder bezogen (tarn. X,791 L); darum ist es um so auffallender, wie er gleich-wohl ein Zusammentreffen der beiden Brüder Willibald und Wynnebald 8*/z Jahre vor des ersteren Bischofs-consecration statniren mochte, wie Mabillon Mit Rechtbemerkt hat (TVot. 8. 8. IV, 345 A. 2).
Ob der dritte Bruder mit nach Deutschland ge-zogen, läßt sich mit Sicherheit nicht entscheiden; währendMabillon (I. <r. IV, 136 A. 2) es behauptet, stellt esHolder-Egger in Abrede.
(Schluß folgt.)
°) Daß Richard, dcr Vater dcS ersten Bischofes von Eich-stätt, bei seiner Abreise von England nach Nom in zweiter Ehegestanden, geht aus der Vita s. IVMiwbaläi vag. 2 klar her-vor, wo es von Wynnebald heißt: grosortimgns xrogriaIrasreältatis gatriain an in noverea, kratrnm sororumgus sn-orum vliöntölto eouteuixuens . . . U. V. XV, 107.
Der Ammonstempel in Karnak (Theben).
(Schluß.)
Wir Hütten nun den Rundgang vollendet, müssenaber noch einmal zum Haupttempel zurück, um einigehöchst wichtige Skulpturen und Inschriften der Außen-seite zu betrachten.
Es ist hier wieder der Säulensaal, welcher diegrößte Ausbeute gewährt. Auf der nördlichen Außen-seite desselben hat Scti I. seine Feldzüge in Asien ver-herrlichen lassen. Das erste Bild (das am weitesten nachlinks liegende) in der obersten Reihe stellt die FestungNinüa (— Ninive) vom Tigris umflossen dar, die Be-wohner des Landes verstecken sich unter den Bäumenund haben schreckenverzerrte Gesichter. Der König stürmtan, aber leider ist der größte Theil seines Bildnissesabgebrochen.
Gleich in nächster Nähe ist ein höchst interessantesBild. Der König kehrt nach Aegypten zurück. DieStationen der Wüste, welche er zu passiren hatte, sindebenfalls dargestellt, aber der Schutt verbirgt alle, mitAusnahme der „Löwenburg". Eine davon hieß: Migdol,ein echt semitischer Name. Vor dem kgl. Wagen liegtein Kanal (ta, tsnnt — Durchstich heißt er auf der In-schrift), mit Krokodilen angefüllt, über welchen eine Brückeführt. Jenseits desselben erwarten den Pharao die Großendes Reiches und grüßen ihn mit erhobenen Händen. DieserKanal bildete also die Grenze zwischen Aegypten undAsien , und so haben wir hier eine Art Snezkanal. DerWeg, welchen der König auf seiner Heimkehr laut Ab-bildung und Inschrift einschlug, ist der nämliche, welchendie Juden bei ihrem Auszug aus Aegypten unter seinemUrenkel einschlugen. Zur Jdentisicirung dcr im 2. BucheMosis genannten Orte ist diese Darstellung von höchstemwissenschaftlichen Interesse.
Weiter rechts ist dcr Sturm auf die Festung Ka-tesch ini Lande der Amara d. i. Amoriter dargestellt.Scti kämpft von seinem Wagen aus; vor einem Waldeweidet ein Chetahirt eine Ninderheerde, er sieht den an-stürmenden Pharao, und Hirt und Heerde entfliehen ingrößter Eile.
Die südliche Seite desselben Saales bietet an derAußenwand eine Inschrift nebst Abbildungen, welche, seitChampollion die Hieroglyphen lesen und verstehen lehrte,für alle Aegyptologen, Exegeten und Bibelfreunde einenAnziehungspunkt bildet. Wir haben hier nicht blos eineBestätigung eines biblischen Berichtes, sondern sogar nocheine Ergänzung desselben. Im ersten (3.) Buche derKönige 14. Kap., 25. Vers u. ff. heißt es: „Aber im5. Jahre des Reiches Noboams kam Sesak, der KönigAcgyptens, herauf nach Jerusalem , und nahm hinwegdie Schätze des Hauses des Herrn und die Schätzedes Königs und plünderte alles, auch die goldenen Schilde,die Salomon gemacht hatte." Die Parallelstelle im 2.Buche Paralipomenon, 12,2 — 4 u. 9 lautet: „Aber imfünften Jahre des Reiches Noboams, da zog Sesak, derKönig von Aegypten, herauf wider Jerusalem (weil siesich versündigt hatten an dem Herrn) mit 1200 Wagenund 60,000 Reitern, und des Volkes war keine Zahl,welches mit ihm gekommen aus Aegypten , Libyer nämlichund Troglodyten und Acthiopier. Und er nahm diefestesten Städte in Jnda und kam bis gen Jerusalem .... v. 9. Also wich Sesak, der König in Aegypten ,van Jerusalem und nahm die Schütze des Hauses des.Herrn und des Hauses des Königs und nahm alles