Ausgabe 
(6.9.1894) 36
 
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bitter des XVH. Jahrhunderts rcknitirten sich hauptsächlich ausden Meistersingern und berührten sich in ihren Funktionenvielfach mit denen des Nürnberger Spruchsprcchers. I.Kamann, Aus dem Briefwechsel eines jungen Nürnberger Kaufmanns im XVI. Jahrhundert. S. 4556. (Schluß.) SieheBeilage" Nr. 18 (3. Mai 1894). H. Bösch, Zwei Wein-tafeln des XVII. Jahrhunderts im germanischen Museum.S. 5760. Vorläufer unserer Weinkarten. Th. vonFrimmel, Aus der Galerie des germanischen Museums.S. 7071. Betrifft ein Bild ron Claes Moeyaert Der Früh-ling". H. Bosch , Inhalt eines BalsambüchSleins. S. 71.XVII. Jahrhundert. Derselbe, Ein rheinisches Wand-kästchen des XVI. Jahrhunderts. S. 7172. Sämmtliche Ar-tikel sind illustrirt, besonders der beiden Heften beigelegteKatalog der im german. Museum vorhandenenzum Abdrucke bestimmten geschnittenen Holzstöckevom XVXVIII. Jahrhundert. II.Theil: XVII. und XVIII.Jahrhundert. S. 116: Außer Gcschlechtcrwappen eine mannig-fache Zahl von Darstellungen aus der hl. Schrift.

Fz DieMappe", die VereinSgabe der DeutschenGesellschaft für christliche Kunst für 1894, sist jetzt er-schienen. Die eingehende Besprechung derselben bleibt Ihremständigen Referenten überlassen. Wir wollen uns hier daraufbeschränken, ihren allgemeinen Eindruck festzustellen, indem wirunser aufrichtiges Entzücken an dem vornehmen Inhalte, mitdem sie ihre Vorgängerin von 1893 noch übertrifft, in un-verhohlener Weise kund thun. Dabei soll auch die ebenso auf-munternde als ehrende Thatsache verzeichnet werden, daß Se.kgl. Hoheit der Prinzregent die Gesellschaft mitseinem Beitritte beehrt. Weitere Kreise wird cS gleich-falls intcrcssirc», daß die Gesellschaft bereits an die Ausübungdes § 14 ihrer Statuten schreiten kaun und als Beitrag zurAusführung von Altarbildern in Groß-Eislingcn(Württemberg ) 600 Mark bewilligt hat. Darum ein be-geistertes Vivat, üoroat. orosoad der Deutschen Gesellschaft sürchristliche Kunst! _

Friedr. Beetz. Scelenführer. Jllustrirter Katechismusder katholischen Ascese für alle heilsbegierigen Christen,besonders für Tertiären. Mit 42 Abbildungen nachZeichnungen von A. und L. Seitz. II. Auflage. Frei-burg i. Br. 1894. Hcrdcr'sche Vcrlagshandlung. 12°.XII u. 227 S. Preis 1 M., gebund. zu 1 M. 35 Pf.u. 1 M. 45 Pf.

L. Die katholische Ascese in Form eines Katechismus dar-zustellen, darf ein glücklicher Gedanke genannt werden, und daßvor Ablauf eines Jahres die II. Auflage nöthig wurde, bestätigtdies. Es ist dem Verfasser die gestellte Aufgabe auch gut ge-lungen, und eS entrollt sich in diesem Büchlein ein gar großerStoff, von dem in Predigt und Katechese oft wenig und dannerst in sehr langen Zwischenräumen gesprochen wird. Durchdie gewählte Darstellungswcise fällt auch der Inhalt deutlichund stark hervortretend in die Augen. Der Gedanke des Ver-fassers, genanntes Büchlein zur Grundlage von katechetischenVortrügen bei III. OrdcnSversammlungen zu bcnützcn, kannnur gebilligt werden. Viele Fragen sind mit den Worten derhl. Schrift, Aussprüchen der Väter und Entscheidungen derKirche beantwortet, überhaupt sind diese 3 Quellen sehr fleißigbenützt und muß es so sein; denn sonst wird cS leicht eine Privat-und nicht die katholische Ascese. S. 9 wäre eine Bemerkungüber Besuche bei Geistlichen in ihren Wohnungen am rechtenOrte. Ein sehr beachtenSwerther Anhang von Gebeten ist bei-gegeben. Die Bilder sind trefflich und gut gewählt. Der Preisdieser Auflage ist gegen die erste auerkennenöwerth niedrigergestellt.

Nallino 6. rV, Olrrestomatbia qorani arabica cum noiiset Klossario. 8°x. VI-f-68-ch-54. Inpsiao, IV. Oerkarä,1893. L 4,50

Omnibus, czui in arabioa stuäia incumbunb, guanta sibaleorani assicius perloZeväi nocessitas, cuilibst: xatet; boäio-äum ea äicenäi ratio, guain ists indutus hlubainineäanorumüber xrosequitnr, veluti exemplar roxutakur. Lüguas srrrasblallious ita cleleg-it, ut aäuleseens kacils in menio sua variamkormam ao speeivm ssrinonis eoranici porspicers possit. llsxtusarabions wenäis carens praeclaris tzxis kiäem eäitionisIleäslobianas reeusus est, quem Glossarium arabico latinumsequitvr. kltiamsi autor sermonis eleFantir so consulto ab-stinuisss ipso lateatur, tamenvox Latanam ... transkerta"

sie pLA. 41) lapsus est ealami nekanäissimus, gui utinamacl Latanam translatus sit. Oeteroguin übellus moüico xrstiovorrätig tironibus maZno errt cowmoäo.

Französ. Volksstimmungen während des Krieges1870/71 von Dr. E. Koschwitz, Professor an der Uni-versität GreiiSwald. Verlag von Eugen Salzer, Heil-bronn . PreiS: brosch. M. 1.50; gebunden M. 2..

Unwillkürlich beschleicht uns die Ahnung, als werde unsBekanntes geboten, und wir fragen uns, ob wir jenenschonso oft mit mitleidigem Achselzucken gehörten Stimmen" noch-mals lauschen sollen. Aber, was wir bisher gehört, sind mehroder weniger Fragmente, Einzelheiten, ohne chronologische undkausale Anordnung. Das hier Gebotene ist Studium an denergiebigsten Quellen, deren einzelne Rinnsale zum StromejenerVolksstimmung" geworden. Die Zeit, welche seit jenem denk-würdigen Kriege verstrichen, konnte eben zur Untersuchung undKlärung jener Quellen benützt werden und so liegt vor unsein Stück Geschichte, das fast nothwendig zur Schilderung jenesKrieges mitgehört. Im Wcrkchcn sind Volkscharakter derDeutschen und Franzosen kurz und treffend gezeichnet, ist durchfranzösische Schilderungen (mit Quellenangabe) unserer Zuständeund namentlich unsres Heeres die völlige damalige Unkenntnißmit unsren Verhältnissen bewiesen, so z. B. in den Berichten desFigaro von Eh. Hugo und Milland. In Erstaunen setzt da-bei die Unverfrorenheit der Lügenhaftigkeit der betreffenden Au-toren. Bekannt ist die Langsamkeit, Entstellung und Lügen-haftigkeit, mit der das französische Volk über den Fortgang desKrieges und des unabwendbaren Schicksals durch diefranzösische Presse u. s. w. bedient wurde. L-ehr durchsichtigschildert das Schristchcn, wie mit dem Eindringen unsrerTruppen in Frankreich die künstlich genährten, falschen Vor-stellungen von denBarbaren " mehr und mehr schwanden,und wie sich unser Heer selbst beim erbosten Feinde die ge-bührende Schätzung seiner Tugenden und seiner Bildung errang.

Theologisch - praktische Monatsschrift. Central-Organder katholischen Geistlichkeit Bayerns . Herausgegebenvon Dr. Georg Pell und Ludwig Heinrich Krick.4. Band, 8. Heft. Passau , Verlag von Rudolf Abt.

Jnhaltsverzeichniß des 8. Heftes: I. Wissen-schaftliche Aufsätze. Die 69 Jahreswochen des ProphetenDaniel. Von k. Anton Hammerschmied, 0. 8. §r., Lektor derTheologie. Katholische und protestantische Ethik. Von Dr.Joseph Dippel, Pfarrer in Dcrnach. Gedanken über christlicheJugendbildung an unsern Gymnasien. Von Dr. Natzinger inMünchen . II. Belehrendes sür die scelsorgliche undpfarramtliche Praxis: Eine Betrachtung überFirm-gcschenke". Von B. Nepcfny. Benefiziat in Stubenberg .Die Gewissenspflichten in Bezug auf Kapitalrenteusteuer.Von Dr. Pruncr, Prälat in Eichstätt . Ist jemand, welcherfremde Kapitalien in seinem Depot und in seiner Verwaltunghat, dafür verantwortlich, daß die Rentensteuer daraus ent-richtet werde? Von Dr. Pruncr, Prälat in Eichstätt . Dia-phanienfcnster für Kapellen nnd Oratorien. Von M. Raith,Pfarrer in Unterhanscn. LeichengotteSdienste an abgewürdigtenFeiertagen. Hervorsegnung von Wöchnerinnen an Sonn-uud Feiertagen. Trauung von Auswanderern. Von Ad.Hirschmann in Schönseld (Dollnstein ). Oelebratio Llissasnriurstro masoulo äeüoiorrts. Von k. Bcrnard Schmid. 0. 8. L.in Schcycrn. Manöver, Einquartierung und Scelsorgc. VonH. Stadler in Nicdenburg. Kann der Pfarrer gegen eineKatholikin, welche ihr illegitimes Kind protestantisch erziehenlassen will, auf Grund der Staatsgesetze einschreiten? Von Dr.Eduard Stingl in Straubiug. Ein für die Geistlichen derGrenzorte lehrreicher Erbschaftsstreit. Von vr. EduardStingl in Straubing . Behandlung eines PLnitcntcn,der eine dem Beichtvater bereits anderswoher bekannte Sündeverschweigt. Von L. H. in E. DaS informc Testament inder Praxis. Von Christian Kunz. Ein Dcfect in der Tauf-spendung. Von Grüner in Nürnberg . Eine Warnung fürbaulustige Kirchcnverwaltungsvorstände. Von Sch., xaroolrusin U. Ein Verein für arme Schulkinder. Von Voit inJllkosen (Post MooSham). Die Augen des Priesters währenddes Wandlungsaktes. Von L. H. in E. Eine nachahmcns-werthe Sühne für Sonntagsschändung. Von Rüger, Pfarrer inBibergau . Ein Predigtthema für unsere Gegenwart aus demzweiten Briefe dcö heiligen Petrus . Von A- Gmclch, Kanonikusin Nezensburg. _

Verantw. Redacteur: Phil. Frick in Augsburg. Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas L Erabherr in Augsburg .