thümern Würzburg, Worms und Spcyer geborte, sondern auchmit der Geschickte der angrenzenden Diäresen, bezw. Gebiete(inSbes. des früheren „schwäb. Kreises" und VorderösterreickS),und soll namentlich das bayerische Schwaben berücksichtigtwerden. Namhafte Historiker aus letzterem, wie BibliothekarDr. Grupp in Maihingen , biscköfl. Archivar und BibliothekarDr. Schröder von Augsburg, Archivar Dr. Weih in Waller-stein , von welch letzterem bereits eine anziehende Arbeit überden jungen Grafen Max Ernst zu Oetingen-Baldern und daö'Studentenlcbcn zu Jngolstadt im 17. Jahrh, vorliegt, ferner?. Bcnv. Stengels in Würzburg u. a. haben ihre Mitwirkungzugesagt und sind weitere Mitarbeiter gerne willkommen. DieRedaction unter Amtsrichter a. D. Beck in Navcnsburg, demlängst durch zahlreiche gediegene, in den grössten in- und aus-ländischen Fachwerken und Zeitschriften erschienene Arbeitenrühmlichst bekannten Cultur -, Knust- und Lokalhistoriker undfrüheren Hauptmitarbciter am Bl., verbürgt den wissenschaft-lichen Charakter und auch die Unabhängigkeit des Blattes. Diesoeben erschienene Doppelnummcr 21/22 bringt einen erschöpfen-den, auf der Höhe der Forschung stehenden Aufsatz über denMaler Barth. Zeitblom. Baldiges und zablreickes Abonne-ment auf dieses vielseitige und zeitgemäße, dabei billige Organ,welches als einzige auf katbol. Standpunkt stehende pro-vinziell- bezw. lokalgesckichtlichc Zeitschrift eine Existenzberechti-gung hat, ist aber geboten, wenn dieselbe nicht eingehensoll, was gewiß sehr zu beklagen wäre. Außer den unmittel-baren Interessenten dürfte das Abonnement hauptsächlich fürdie titl. Laudkapitelsbibliothekcn angezeigt sein. DasBlatt ist übrigens nicht etwa, wie man vielleicht meinen möchte,allein für Geistliche, sondern auch für Laien, die Sinnund Interesse an der Geschichte Schwabens haben. DasAbonnement erfolgt aus Bayern am besten direkt bei derExpedition in Stuttgart , Urbansstr. 91, durch Ein-sendung des Betrags von 2 M. pro 2. Halbjahr 1894 und2 M. 10 Ps. pro 1. Halbjahr 1895, bezw. 4 M. 20 Ps. proganzes Jahr 1895; bereits erschienene Nummern werden nach-geliefert. _
Dr. Paul Joachimsohn. Zur städtischen und klöster-liche nGcschichts schreib ungAugSburgS. Bonn ,1895. Hanstcin's Verlag. Preis 1,50 M.
O Nachdem mit dem 22. Band der „Chroniken derdeutschen Städte" die Herausgabe der Angöburger' mittel-alterlichen Chronistik im wesentlichen vollendet ist, unternimmteö der Verfasser, das Verhältniß der einzelnen Chroniken zueinander des näheren zu bestimmen, und stellt fest, daß eineverloren gegangene ältere Chronik den späteren Schreibern vor-gelegen haben müsse. Dnrch mehrfache Verglcichnngcn erläuterter dann die Abhängigkeit der einzelnen Chronisten von einanderund sucht den Umfang der verlorenen Chronik zu fixiren. Ineinem Anhang werden unS mehrere Tbeile derselben geboten;ferner ist auch ein Bericht über das Hvstienwuudcr hergegeben,der sich vor den bisher bekannten durch größere Vollständigkeitauszeichnet. Für jeden Freund und Kenner der GeschickteAugsburgs bietet die übersichtliche, reichhaltige Arbeit eine will-kommene Orientirung über die mittelalterliche AngöburgerChronistik und kann füglich als eine Einführung in daSStudium derselben bezeichnet werden.
Grieb, Englisch-Deutsches und Deutsch -EnglischesWörterbuch. Zehnte Auflage niit besonderer Rück-sicht auf Aussprache und Etymologie ncubearbeitet undvermehrt von Dr. Arnold Schröer, ao. Professorder englischen Philologie an der Universität Freiburg i. B. Ca. 150 Bogen 3spalt. Satz in groß Lexicon-8".Vollständig in 42 Lieferungen ä 50 Psg. Stuttgart ,Verlag von Paul Neff.
Vorliegendes Wörterbuch bietet namentlich insofern etwasganz Neues, als einerseits die Aussprache nach den neuesten,bisher noch in keinem englisch -deutschen Wörtcrbuche ver-wertheten phonetischen Forschungen behandelt ist, anderseits dieBedeutungen der einzelnen Wörter so angeordnet sind, daß ihreGrundbedeutung möglichst klar aus der in Kürze angegebenenEtymologie ersichtlich gemacht wird, so daß der Lernende dieWörter in ihren ursprünglichen Hauptbedeutungen und derenallmähligen Verzweigungen sicher erfassen kann. Aus dieseWeise wird der Lernende in die Lage gesetzt, die wesentlichenBedeutungen jedes einzelnen Wortes sich fest einzuprägen unddie unendlich mannigfaltige Anwendung derselben zu begreifen.Der englische Wortschatz und die Verwendung desselben in allden zahllosen Zweigen der Wissenschaft, Kunst, Industrie unvdes ganzen Kulturlebens der Neuzeit ist so unendlich groß, daß
ein knapp oricntirendeS und doch möglichst einfach und verständ-lich erklärendes Inventar zu demselben wohl als unabweis-bares Bedürfniß empfunden wird. Jedoch da solch ein Werkum so praktischer ist, je solider und wissenschaftlich genauer eSist, war es nicht der Zweck, nur scheinbar praktische, d. h.oberflächliche Belehrung zu geben, sondern das was gebotenward auch gründlich zu erläutern, um eine solide Kenntniß deSHauptsächlichen des englischen Sprachschatzes zu ermöglichen,aus die die eigene Arbeit getrost weiterbauen kann. Eine ein-gebende Abhandlung über die ganze Frage nach der muster-gültigen Aussprache des Englischen und eine ausführliche Dar-stellung derselben ist dem Vorworte beigegeben, wie eö bishernoch in keinem Wörtcrbuche geschehen ist. Auch die Haupt-züge der Formenlehre sind in einem Anhange übersichtlich zu-sammengestellt, und zwar in der Weise, daß jeder Anfängerobue Lehrer auch alles, was er zum grammatischen Ver-ständnisse braucht, mühelos aus dem Wörtcrbuche entnehmenkann.
1. Die Burgen am Peißenberg. 1894. 2. Die Edelu von Deuten»bansen und das Gögele bei Weilheim . 1894. 3. DerStammbaum der Edelfreien von Weilheim . 1894.
8 Ungefähr vor Jahresfrist hat der hochw. Herr Verfasservorstehender drei Broschüren eine umfangreichere Geschichte deSKlosters Pökling und der Stadt Weilheim bei den Gebr. Bözlerin Weilheim erscheinen lassen. Wir haben eS damals als daSletzte Werk des um die Localgeschichte so sehr verdienten greisenJubel-Priesters, des Herrn geistlichen Rathes Andr. Sckmidtnerin Weilheim , gehalten. Doch sein Bienenfleiß läßt ihn nichtruhen und rasten, wie nns seine neuesten, oben citirten Forschungs-rcsultate beweisen. Was Herr geistl. Ratb Sckmidtner inlii8torrois veröffentlicht, hat Hand und Fuß, stützt sich aufOriginalurkunden und darf auf menschenmögliche Echtheit undWahrheit Anspruch machen. Wenn einst dem Clerus der DiöceseAugsburg, ähnlich wie dem der Diöcese Linz durch k. Guggen»berger, ein Nuhmeskranz in einer „Bibliographie" geflochtenwerden sollte, dann würde es sich unschwer herausstellen, daßderselbe auch im localhistorischen Zweige Bedeutendes geleistethat. Unter den Localhistorikcrn verdient Herr geistl. RathSLmidtner einen der ersten Plätze. Insxios et kao siwiUtorlmöchten wir manchem Herrn Consrater zurufen.
Martha zu den Füßen Jesu . Fromme Lesungen fürchristliche Dienstboten auf alle Sonn- und Festtage deSJahres. Von A. Stöck, Pfarrer. Donauwörth , L. Auer.Preis M. 1.50.
ES gibt leider Dienstherrschaften und, Gott sei eS geklagt,auch katholische genug, welche meinen, wenn sie ihre Dienst-boten für die geleistete Arbeit ordentlich bezahlen, wenn sieschlecht und reckt für deren leibliche Bedürfnisse sorgen, dannseien sie ihrer Verpflichtungen gegen dieselben vollständig ent-hoben ; um ihre geistige Verfassung, darüber, ob sie ihre Dienst-pflichten aus Liebe zu Gott erfüllen und ob sie ihren religiösenPflichten nachkommen, bekümmern sie sich nicht. Aus dieserbetrübenden Thatsache heraus sind denn auch die immer weitereKreise umfassenden, überaus zu begrüßenden Bestrebungen ge-wachsen, auch für das geistliche Wohl der Dienstboten zu sorgen,wie dies in den sogenannten Mägdeheimen, in sonntäglichenVortrügen usw. geschieht. Diesen Bestrebungen dient auch daSvorliegende Büchlein, und zwar in ganz hervorragender, zweck-entsprechender Weise. Für die weiblichen Dienstboten bestimmt,wendet es sich in 6? Betrachtungen, angeschlossen an die sonn-und festtäglichen Evangelien und gefolgt von je einem Lebens-abriß eines heiligen Dienstboten mit je einem Vorsatz undeinem Gebete für die betreffende Woche an die weiblichen Dienstboten,zeigt ihnen den Dienstbotenstand geadelt durch Jesus Christus ,als eine Quelle reicher Verdienste für den Himmel und alsTugendschulc. lehrt sie den Gehorsam werthschätzen undwürdigen, zeigt ihnen, wie sie zwar klein vor den Menschen,aber groß vor Gott sein können und wie der Dienst der Herr-schaften und der Dienst Gottes ein und dasselbe sei, unter-richtet sie über die Tugenden eines Dienstboten. Es ist einvollständiges Lehrbuch der Religion und Moral, wie auch eintäglich zu benützendes Gebetbuch für die dienenden Mädchen.AuS jeder Zeile spricht der wahre, wohlwollende Freund derDienstboten, nicht minder aber auch der erfahrene, mit denBedürfnissen der weiblichen Dienstboten vertraute Praktiker.Ganz besonders seien aber die hochwürdigen Herren Seelsorgerauf das Werkchen aufmerksam gemacht, denen es in der Dienst-boteuseclsorge gewiß treffliche Dienste leisten wird. Dr. l?.