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Wir geben zum Schlüsse die aus der Klostersrauvon Heidenheim bereits im Jahre 1859 gewonnenenResultate und werden, wenn es verlangt wird, von den18 Nummern unserer damaligen Arbeit noch weitereBruchstücke oder Fragmente, z. B. über ^urantuni unddie exiscoxi ^urentsnsss, Eichstätt ein bayerischesBisthum u. s. w-, der Oeffentlichkeit übergeben.
t/dronalvAi» HVilülralÄjiranach der Klosterfrau von Heidenheim a./H. 778.
(Willibald, geboren am 20. Oktober 702.)
720 20.—23. Juni. Willibald (18 I. alt) und sein
Bruder Wunib ald (19 I. alt) verlassen mitdem Vater die Heimath.
„ c. 1. Juli besteigen dieselben in Hamblehaven das Schiff.„ 11. Nov. (Mariini) Ankunft der Bruder in Rom .
722 nach dem 24. Juni (Johannis) erkranken beide am
Fieber.
723 nacb Ostern (28. März). Reise Willibalds in
den Orient.
724 Osterseier (16. April) in Paphos auf der Insel Chpern.„ nach dem 24. Juni Abfahrt von Constantia (Sala-
„ Juli bis Dez. Gefangenschaft in Homs (Emesa).
725 Reise nach Damaskus , Galiläa, an den Jordan und
„ (Ostern, 8. April in Tiberias am See Gcnesarcth;im Sommer längerer Aufenthalt in Cäsarea Philipp!;11. Nov. (Martini) Ankunft in Jerusalem .)
726 Reise über Bethlehem nach Gaza und zurück nach
Jerusalem. (II)
Reise über Tyrus und Sidon nach Damaökus undvon dort über Cäsarea Philippe nach Jerusalem .Pestjabr.
726/27 Ueberwinterung in Jerusalem . (III)
727 Reise nach Syrien . In Salaminias krank bis 1 Woche„ vor Ostern (13. April). Emesa, DamaSkus, Je-rusalem . (IV)
„ Reise über Sebaste nach Tyrus .
„ 30. Nov. (Andreas) Einschiffung in Tyrus nach
Konstantinopel.
728 28. März (eine Woche vor dem 4. April, Ostern) An-
kunft daselbst.
723—730 zweijähriger Aufenthalt in Konstantinopel.
780(Herbst) — 740 Nov. Aufenthalt auf Monte Cassino .
740 30. Nov. (Andreas) Ankunft in Rom.
741 nach Ostern (9. April) Reise nach Bayern .
742 22. Juli Priesterweihe in Eichstätt .
743 20. Oktbr. Bischofsweihe in Sulzebrucke
(Tbüringcn).
761 18. u. 19. Dez. in Hcidenheim (Ableben WunibaldS).
765 Willibald unterscbrnbt daS Concil von Attigny.776—778 befindet sich derselbe im Sommer und Herbst zuHeidcnheim.
778 am 23. Juni erzählte und diktirte er der Nonne
seine Reisen.
779 am 7. Juli starb er im Alter von 77 Jahre».
-i-
728 Rückkehr WunibaldS nach England ,k 729/30 zweite Reise desselben nach Rom .
735 nach Ostern Abgang in die thüringische Mission.
736 Priesterweihe. Steht in Tbüringcn sieben Kirchen vor.
744 an der Vils in der Oberpfalz thätig.
750 in Heidenbcim a./H. Abt.
761 19. Dez. Ableben WunibaldS.
77? 24. Sepr. Erhebung der Reliquien desselben durch
Willibald in der Salvatorkirche zu Hcidenheim.
Berichtigung.
In Beilage Nr. 43 S. 379 Spalte 2 Zeile 5 ist zu lesenJuni statt April, Nr. 49 S. 389 Spalte I Zeile 25 dannstatt denn, Nr. 49 S. 390 Spalte 2 Anm. 49 ll.nren.to startHureo.
Recensionen und Notizen.
„AlräunchenS Kräuterbuch." Literarischcs Institut vonDr. M. Huttler.
—4 „Alräuuchens Kräuterbuch", welches schon bei seinemersten Erscheinen mit aufrichtiger Freude von Alt und Jungbegriffst worden war, ist uns vom Verleger aufs Neue inso-ferne unter dankenSwerth günstigen Bedingungen voraelcgtworden, als für das ganze aus vier Tbeilcn bestehende Werkder Gesammtpreis M. 20 — anstatt M. 25 wie bisher —festgesetzt worden ist. Die einzelnen Theile sollen zu je 5bezw. 6 M. abgegeben werden. Theil I, „der da handelt vonallem, was mit dem täglichen Leben zu schaffen hat", undTheil II, in dem man von den sog. „Zauberkräutern" erfahrenwird,, deren seltsamer Gebrauch zumeist der alten Heidenzeitentstammt, können zusammen als der weltliche Theil des Werkesfür sich als Ganzes gelten; ebenso der III. u. IV. Theil, welchein die „christliche Pflanzenmystik" einführen. Dadurch dürstedie Kenntnißnahme dieses mit ernstem Forscherfleiß gesam-melten, mit historischem Sinn ausgearbeiteten und von feinsterNaturempfinduug durchdrungenen Werkes für ein größeresPublikum ermöglicht werden. Vor allem möchten wir aberder reiferen Jugend an's Herz legen, sich mit dem durchauseigenartigen Buch bekannt zu machen, da eö besonders dazugeeignet ist, das Interesse für kulturgeschichtliche Botanik zuwecken. Für eingehendere Studien auf diesem Gebiete bietetdaS jedem Theil angefügte Quellenregister einen unschätzbarenWegweiser. Möchte „AlräunchenS Kräuterbuch" recht vieleWeihnachtstische schmücken!
Maria im Bilde. 12 Darstellungen im Lichtdruck. Verlagvon Paul Neff, Stuttgart . 18 M.
* Diese Collectiv» ist das erste Prachtwerk, welches wirzur bevorstehenden Weihnachtssaison anzuzeigen haben. Eö sindhier 12 Marienbilder nach den berühmtesten Darstellungen alterMeister geboten, nämlich: La Madonna di Sän Sistino, Ma-donna della Sedia und La belle Jardinisre von Naphael, dieConceptio Immaculata von Murillo, die Madonna della Scalavon Correggio , die Madonna mit dem Bürgermeister vonHolbein, die Vierge aux rochers von Lionardo da Vinci , dieHimmelfahrt Mariens von Tizian , Maria mit den Heiligenvon Rubens , die heilige Familie mit Engelsknaben von GuidoReist, Madonna mit Engeln von A. Dürer . Die vorliegendenReproduktionen dieser berühmten Meisterwerke sind in Pboto-typie von der Hofkunstanstalt Rommel u. Co. ganz vorzüglichausgeführt, und zwar 11 von ihnen nach auserlesenen Kupfer-stichen und eine nach einem Original-Holzscbnitt. Die Großeder Blätter ist (mit Rand) 45:33. Die Sammlung ist voneiner magnisik ausgestatteten Mappe umschlossen. Das Ganzeeignet sich namentlich als prächtige Gabe auf den Weihnachts-tisch, und wir wünschen dem Werke umsomehr recht viele Freundeals der Preis verhältnißmäßig nieder gestellt ist. Gegenüberden Darbietungen verkehrter moderner Kunst ist es immerwieder ein Hochgenuß, sich an jenen Meisterwerken zu laben, indenen zumeist in glücklichster Weise berechtigter Realismus mitdem höchsten Idealismus sich paart.
Zum neuen Jahrei Eine Oktave ABC-Studienaus der Fibel und Bibel zur Anregung und Unter-haltung für Junge und Alte, die sich in der Schuledes LebeuS für die ewige Oktave vorbereiten. AuS derMappe eines bemoosten Hauptes von Carl MariaSam berge r. Bamberg 1895. 175 S. kl. 8°. Druckvon Paul Franke. Commiss.-Vcrlag Schmidr'sche Buch-handlung (Schindler). Pr. 2 M- —
Wie der launige Titel, so der Inhalt des Büchleins, daswir hicinit anzeigen und empfehlen. Es ist ein wahrer Stapel-platz von hohem Ernst und geflügeltem Scherz, von reicber Er-fahrung und Lebensweisheit, von echter Religiosität wie vonWissen und Kunst, aus welchem allem manchmal anhaltenver,manchmal wie im Fluge genippt wird. Mitten aus deinFelsen der Prosa rinnen und sprudeln öfters, wie bei Scb.Brunner, poetische Adern. Obgleich man ein strenges Systemnach der leicht geschürzten Anlage des WerkchenS nickt suchendarf, so bcrrscbt doch nicht pure Willkür oder Unordnung. Diemusikalische Oktave gibt das allgemeine, das Alphabet dasuntergeordnete Sckema ab, in welches der gciniilhvolle Autorseine Gold- und Silbctkörner unterbringt und wie an einemFaden lose reiht. Auch der Weihnachtstisch, für welchen daSBüchlein sich trefflich eignet, und der Weibnachtsbaum bietetseine Gaben nicht im strengen System, sondern mehr bunt, aberinsofern um so angenehmer geordnet, weil man sie, ohne sich