Ausgabe 
(21.4.1883) 32
 
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hob', so'n hoh'n Herrn kennen z' lerne: d'rnm will i jetzt aber emol was Tüchtig'sroth'n; Sie sän g'wiß 'n Herr Excellenz?"

Js wos recht Schöns, aber i sog' Jhne, auffi!"

Do sän S' am End' goar der König?" rief der Soldat und rieß dleAugen weit auf.

G'roth'n, g'roth'nl" antwortete der König.

Jesses, Mari' un' Joseph!" rief der Soldat verblüfft,do halten S' um GotteSWill'n nor glei' wol den Radi, daß i pressentir'n kann!"

Der König that's, die Schildwache präsentirte und vergnügt schieden beide vone,»ander.

Goldkörner.

Hoheit, wenn sie auch wie Andre irrt,

Trägt eine Art von Heilkraft in sich,

Die Fehl' und Wanden schließt.

Sei so keusch wie Eis, so rein wie Schnee, Du wirst der Verleumdung nicht entgehen.

Shakespeare .

Eitelkeit ist eine persönliche Ruhmsucht.

Goethe.

Fliehe den Mann, der mit schiesem Verstand der Empfindungen spottet,

Mehr noch ein witziges Weib, das mit Empfindungen spielt.

Schil'ler.

Die Tugend ist das Göttliche, die Liebe das Menschliche im Menschen; wo sie sich vereinigen,wird ein schönes Dasein verlebt. Ehren der g.

Der Mensch wird nicht gut, obwohl besser, wenn er sich bekehrt, sondern er bekehrt sich, weiler gut ist. Jean Paul .

Die Menschen suche» nicht Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit, sie suchen nur sich selbst.

I a c o b i.

Des Neides Laster ist nicht Deiner Strafe werth,

Neid bricht sich selbst den Hals, fällt in sein eigen Schwert.

T s ch e r n i n g.

Es gibt Menschen, aber, dem Himmel sei Dank, nur wenige, die Feinde der Musik find;ich traue keinem solchen Menschen, denn ich denke immer, er ist auch mein Feind.

Karl v. B.

Wer Engel sucht in dieses Lebens Gründen,

Der findet nie, was ihm genügt;

Wer Menschen sucht, der wird den Engel finden,

Der sich an seine Seele schmiegt.

Mise-llen.

(Angeboren.)Kaum zum elften Male wegen Diebstahls aus dem Arrestentlassen, isi er schon wieder hier. Kann Er denn das Stehlen gar nicht lassen, KripS-huber?"Ne."Zum Henker! Es ist ihm doch nicht angeboren?"LeiderGottes doch, Herr Landrichter; ich habe ein Paar Nabeneltern gehabt."

Sinnen, der seiner Zeit berühmte und angesehene Professor sollte in den Adels-stand versetzt werden. Er lehnte jedoch diese Auszeichnung rundweg ab und erklärte ineiner Gesellschaft, nach dem Motive gefragt:Man kann doch unmöglich von mir ver-langen, mich immer mit den Worten vorzustellen:Ich bin von Sinnen."

(Bei der Musterung.) Oesterreichischer Korporal (zu einem Rekruten):Kerl,Du bist doch ein rechtes Schwein! Wenn Du Bedienter beim General wärst, ich glaub',Du thät'st ihm die Eicheln von, Kragen 'runterfress'n!"

Für die Redaktion verantwortlich Alphons Planer in Augsburg . Druck und Verlag deSLiterarischen Instituts von 0r. Max Huttlcr.