Htmmelsschait in» Monat Juni. " 8
—>« Venus bewegt sich vom Widder gegen den Stier, tritt 3 Uhr Morgensüber den nordöstlichen Horizont und nimmt immer noch an Helligkeit ab. Am 3. steht jsie l'/r südlich vom Mond. k
Mars F läuft vom Widder gegen den Stier, geht auf zwischen 2 Uhr und1 Uhr in NO. und ist bis Tagesanbruch genau im O. Am 2. findet man ihn 1'/," ^
nördlich vom Mond. /
Jupiter 2 z nähert sich der Sonne, mit der er zuletzt auf und untergeht und sist nur noch während der ersten Tage des Monats kurze Zeit nach Sonnenuntergangsichtbar.
Saturn kommt gegen Mitte des Monates in der Morgendämmerung in NO.zum Vorschein. Er geht auf zwischen 3 Uhr 45 Min. und 2 Uhr 4 Min. früh und stehtam 4. in nächster Nähe des Mondes, am 20. südlich von der Venus.
Mise-ll-rr.
(Eine beißende Abweisung) ist jüngst einem noch etwas sehr „jugend-lichen" Liebhaber zu Theil geworden. Mademoiselle Samary die berühmte inZtznus des iTheatre Franyais, hatt« vor einigen Tagen die schriftliche Liebeserklärung eines Gymna-siasten erhalten» in welcher der glühende Jüngling sie um ihr Bild und eine postlagernd«Antwort im Bureau des Theatre Franyais anflehte. Nun ist aber die schöne Naive derComödie Franyaise im Privatleben die Gattin eines jungen Banquiers und Mutter mehrererrosiger Böbös. Als deshalb der Romeo der Schulbank sich im Bureau präsentirte, fand ^er dort den folgenden charmanten Brief von dem Gemahl der Samary vor: „Mein Herr!
Da meine Frau gerade im Begriffe ist, ihr Jüngstes in die Windeln zu legen — einMädchen theurer Herr —, so beauftragt sie mich mit der Antwort und sendet Ihnenmein Bild, das Theuerste was sie besitzt. Was nun ihre Photographie anlangt, so finden *Sie dieselbe bei Radar. Ich benachrichtige Sie, daß dieser eminente Industrielle bedeutendeVortheile einräumt, wenn man die Photographiern Hundertweise nimmt. Schließlich be-merke ich noch, daß mein Töchterchen sechs Monate alt ist, und Sie vielleicht später, dieLiebe für die Mutter auf das Kind übertragend, mein Schwiegersohn werde» könnten. !Genehmigen Sie, geehrter Herr" rc.
(Amerikanisch.) In Detroit, Michigan, Nordamerika , ging kürzlich ein Mann !spät in der Nacht nach Hause. In einer einsamen Straße glaubte er in der Dunkel-heit eine sich hinter einem Hausthore versteckende Figur zu entdecken. Als er näher käm,entdeckte er in der That eine Frau, welche sich dort versteckt hatte. Er blieb stehen; dieFrau aber rief ärgerlich: „Machen Sie, daß Sie fortkommen!" — „Wohnen Sie hier?"
— „Ja wohl!" — „Können Sie nicht in Ihre Wohnung?" — „O ja!" — „Worauf '
warten Sie denn hier?" — Die Frau, unter ihrem Regenmantel einen kräftigen Sopha- i
klopfsr hervorziehend: „Auf meinen Mann!"
(Lumpenlogik.) Ein berühmter Professor der Volkswirthschaft sagt: „Arbeit !ist Eigenthum!" Proudhon sagt: „Eigenthum ist Diebstahl!" Folglich ist Arbeit —Diebstahl. Diebstahl ist aber ein Verbrechen, das bestraft werden muß — folglich istArbeit ein Verbrechen, das bestraft werden muß!
<Eine Bauersfrau), die soeben mit dem Pfarrer von der Beerdigung ihres !Mannes zurückging, bat ihn zu dein darauf veranstalteten Traueresssn mit den Worten,er solle doch auch an dieser kleinen Lustbarkeit theilnehmen.
(Unrecht verstanden.) Richter (zum Beklagten): Also, Er ist frei, Er kanngehen, die Kosten zahlt's Aerar. — Beklagter: Na, versteht sich, d' Kosten zahlt „Er a";i bin ja frei, i zahl nix!