Antiquarischer Briefe sechszehntcr.
er jeden feinern Unterschied, mit dem man scinc Gelehrsamkeitauf die Capellc bringt, für Sophisterei) erklären wird.
Sechszehnter Brief.
Laufen Sie geschwind die ganze Schrift des Hrn. Klotz mitmir durch. Es ist am besten, daß ich Ihnen in eben der Ord-nung, in welcher Hr. Klotz sein Buch geschrieben, mein Urtheildarüber erhärte. Mehrere Beweise, wie schlecht er die Quellengebraucht hat, werden uns bey jedem Schritte aufstosscn.
Den Eingang (von Seite 1-16.) lassen Sie uns überschla-gen. Er enthält sehr viel gemeine, sehr viel schwanke, sehrviel falsche Gedanken, in einem sehr pompösen und dennoch sehrlendenlahmen Stile. Das liebe Ich herrscht in allen Zeilenbis zum Eckcl. „Ich will die Lehrer der Wissenschaften auf„gewisse Dinge aufmerksamer machen! Möchten sie doch von„mir lernen wollen! Ich will ihnen eine kleine Anweisung„geben! Ich will sie gleichsam bey der Hand ergreifen, und„sie zu den Werken berühmter Künstler des Alterthums führen!„Ich will ihnen diese Werke zeigen :c."
Endlich und endlich kömmt er, aber wiederum mit einemsolchen Zch, zur Sache. „Ehe Ich, schreibt er, meine Leser„von der Nortrcfflichkcit der geschnittenen Steine und ihrem„vielfachen Nutzen unterrichte, muß ich einige Anmerkungen„von der Kunst in Stein zu schneiden und ihrer Geschichte, von„den berühmtesten Künstlern, deren Werke wir noch bewundern,„von dem mancherley Gebrauche der geschnittenen Steine, und„ihren Abdrücken vorausschicken."
Sie wissen doch was die französischen Taktiker IZntaiis perclusnennen ? Wenn es die besten Soldaten sind, welche der Gene-ral dazu aussucht, so kann ich ihren Namen hier nicht nutzen.Ist es aber Gesindcl, an dem nicht viel gelegen, so glaube ichwird ihre Benennung auf die voraus geschickten Kenntnisse desHerren Klotz vortrefflich passen. Zch verspreche es Ihnen: wasnicht ganz davon in die Pfanne gehauen wird, soll wenigstensnicht gesund nach Hause kommen.
Erst spricht er von dem hohen Alter der Kunst in Steinzu schneiden. Um den Ring des Prometheus, wie Sie schon