theilet worden? Ist es also mehr als eine leere Vermuthungdes Buonarotti, daß die Hetruricr eine Eolonie der Acgyptcrgewesen? Hat man, außer der Achnlichkeit des Stils in denZeichnungen beider Völker, historische Beweise davon; und welchesind es? Doch ich will diese Fragen nicht weiter fortsetzen.Herr Klotz hat sicherlich an keine derselben gedacht; sondern,allem Ansehen nach, diese seine chronologische Geschichte lediglichnach der Folge der Kapitel in Winkclmanns Geschichte derKunst abgefaßt. Wie diese, mit Absicht auf die vcrschicdncnStuffen der Kunst geordnet sind, läßt er die Kunst selbst wan-dern: aus Aegyptcn nach Hctrurien, aus Hetrurien nach Grie-chenland, und aus Griechenland nach Rom.
Siebzehnter Brief.
Was Herr Klotz hierauf von dem verschiedenen Stile derAegyptischen, Hctrurischcn und Griechischen Kunstler beybringt,das gehört dem Herrn Winkclmann; ob er es gleich vollkommenin dem Tone eines Mannes vorträgt, der alle diese Dinge sichselbst abstrahiret hat.
Eine Stelle fällt mir darunter in die Augen, die zur Probedienen kann, in welchem hohen Grade Herr Klotz die Gcschick-lichkeit besitzt, fremde Bemerkungen so zu verstümmeln, daßihre Urheber alle Lust verlieren müssen, sich dieselben wiederumzuzueignen.
„Man hat, sagt er, (°) viel hohlgcgrabne Steine der„Acgyptcr. Allein der Graf Eaylus erinnert sich nicht, einen„erhaben gcschnittncn Stein gesehen zu haben. Hatten die„Acgyptcr keinen Geschmack an den letztem? oder hat ein ungc-„fchrer Zufall sie unsern Augen entzogen? oder was ist sonst„die Ursache dieser Seltenheit?
Wie? Caylus crinncrtc sich keines einzigen AegyptischenEameo? Er besaß ja selbst einen, den er selbst beschrieben, unddessen ich mich bey ihm sehr wohl erinnere: einen Löwen aufeinem Carneol.
(-) S. S7.
(°°) Sammt, von Altcrch. B, 1. Taf. 1. Nr. 3.