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Wie die Alten den Tod gebildet.
I^arva bekam. I^rva hicß also auch dasjenige Gerippe, welchesbey scyerlichcn Gastmahlen mit auf der Tafel erschien, um zueinem desto eilfertiger» Genuß des Lebens zu ermuntern. DieStelle des Pctrons von einem solchen Gerippe, ist bekannt: (*)aber der Schluß wäre sehr übereilt, den man für das Bild desTodes daraus ziehen wollte. Weil sich die Alten an einemGerippe des Todes erinnerten, war darum ein Gerippe dasangenommene Bild des Todes? Der Spruch, den Trimalciodabey sagte, unterscheidet vielmehr das Gerippe und den Todausdrücklich:
8ie ei'Imlls ouneli, pokt^uam uos initdel Oi'eus.Das heißt nicht: bald wird uns dieser fortschleppen! in dieserGestalt wird der Tod uns abfodcrn! Sondern: das müssen wiralle werden; solche Gerippe werden wir alle, wenn der Toduns einmal abgcfodcrt hat. —
Und so glaube ich auf alle Weise erwiesen zu haben, wasich zu erweisen versprochen. Aber noch liegt mir daran, zuzeigen, daß ich, nicht blos gegen Herr Klotzen, mir diese Mühegenommen. Nur Hr. Klotzen zurechtc weisen, dürfte den mei-sten Lesern eine eben so leichte, als unnütze Beschäftigung schei-nen. Ein anders ist es, wenn er mit der ganzen Heerdc irret.Sodann ist es nicht das hinterste nachbla'ckcndc Schaaf, sonder»die Hcerde, die dc» Hirte» oder den Hund in Bewegung setzt.
Prüfung.
Ich werfe also einen Blick auf bessere Gelehrte, die, wiegesagt, an dc» verkehrte» Eiubildungc» des Hrn. Klotz mehroder weniger Theil nehmen; u»d fange bey den: Mainic a»,der Hr. Klotze» alles i» allem ist: bey seinem verewigte»
(°) ?olim>iln>8 erxo, S kccur-UiMiuils I,»>ii» luutic-ws mirünMtti«,larvam krgeutvsin »ttulit lervus lie i»i>liUiliu, ul »rlieuli Hu« vvrlvlirrciiuelaxsl»! i» »mnem psrlvm veNeienlur. Ilitiio <l»»in super men5i»n si-in«!Uei'unuluu sl^ecillel, eiUeniUiv moliili« üliiiuol liAur»s oxprimviel, 'j'ri-inkloio m^eeit:
Uvu, Iwu iullvio!>, ciusm lottis Iiomunv'w ii» ekl!
Sie eiiiims euueli, potlr/uain nos itusvrel vrcii«.
Lrgo x'ivamus, >Ium licet esse I)ene.(LtlU. »liell. ll-tilr. p. ttS )