Berengarius TuroncnsiS.
nnscrm Manuftriptc dem Kanfrancus Schritt vor Schritt folge:so können Sie leicht erachten, daß er auch die historischen Um-stände nicht werde vorbcygegangcn seyn, die dieser seinen erstenKapiteln cingcflochteii. Aber hier ist es, wo ich die Klage überdie Verstümmlung wicdcrhohlen muß, welche das Manuskript erlit-ten. Es fängt nur wenige Zeilen vorher an, ehe Derengariusans die Worte seines Gegners kömmt, Lur ergo teripwm KoeniklAls ^«MÜLT^o sssci'!!)!« yuam tibi, <zusm ^Vi'co/ao, <zusm eon-ellio, «zuum ommliu« ecelellisz l^use illucl eum rvvorentia fusce^xz-runt? welche sich bey dem Ä.anfrancus zu Ende des zweytenKapitels, in der Ausgabe des Dackerius auf der 283sten Seite,befinden. Was also Derengarius auf alles vorhergehende geant-wortet, ist verloren. Wie viel dessen gewesen, ist nicht leichtzu bestimmen: aber daß es von Wichtigkeit gewesen, ist wohlunstreitig, und Theils aus dem Inhalte des Aanfrancus, Theilsans den eigenen nachfolgenden Beziehungen des Berengariusdarauf, zu unserm Leidwesen sattsam zu ermessen. Indeß, waswürde es helfen, diesen Verlust viel zu bejammern? Was wegist, ist weg: lassen Sie uns nur das, was wir noch haben,desto sorgfältiger brauchen. Und hiermit zur Sache!
1. Von der ersten Anklage des Berengarlus beydem Pabste-
Wenn wir uns um denjenigen bekümmern, welcher die be-sondere Meynung des Derengarius zuerst zu einer öffentlichenAngelegenheit der allgemeinen Kirche gemacht hat, um seinenersten Ankläger bey dem Pabste: so finden wir zwar, daß K.an-francus selbst es weder leugnen wollen noch leugnen können,daß Er gewisser Maaßen dafür anzusehen sey. Um jedoch allenArgwohn irgend eines persönlichen Hasses gegen den Zderengarinsvon sich abzulehnen, und sich, nicht sowohl in dem Lichte einesverhaßten Anbringcrs, eines vorsetzlichen Kctzermachcrs, als viel-mehr eines bloß leidenden Werkzeuges erblicken zu lassen, dessensich die Vorsicht dabey bedienen wollen: so erzchlt er den Ver-lauf folgender Gestalt. (") „Berengarius, sagt er, habe einen
(°) 'kempore siineli />eom>5 ?»i>ie, «ieliUa ett Ii-sresis lus s>> spotlo-esm leilem. gui eum S^nodo prsstuloiel, sc leMeiot tecum »oi> v»rv!«
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