Bcrciig>inus Turoncnsis,
folget zu werden, sie die Irrthümer ihres ihnen sonst so liebenNächstens, ihres Bruders in CHristo, finden.
Es wäre schlimm, wenn ans der folgenden Untersuchungüber die Zeit,
2. wenn eigentlich Berengarius seine Lehre zu behaup-ten und zu verbreiten angefangen,die Hcuchclcy des ^.anfrancus noch schwärzer und verhaßtererscheinen sollte.
Der Brief des Berengarius war kurz vor, oder währendder Kirchenvcrsammlung geschrieben, welche zu Reims in denletzten Monaten des Jahres 4!) gehalten wurde: denn er warddem Aanfrancus, welcher sich mit darauf befand, dahin nach-geschickt. Lediglich auf diesen Brief ward denn auch der Stel-let desselben, in dem nächstfolgenden Zahrc, zu Rom und Bcr-cclli verdammt. A.anfrancus sagt zwar, daß zu Vcrcclli dieLehre des Berengarius der Kirchcnversammlung vorgelegt wor-den, welches auS dem blossen Briefe nicht wohl geschehen können,und daher andere authentische Schriften sollte voraussetzen lassen.Mein, was Berengarius dem Ä.anfrancus hierauf, in unsermManuscriptc antwortet, ist höchst merkwürdig; nehmlich:
„(jucxl kentontiam merim seriliis Voroollis !n cantestu illoe.xnntitam: clioo cl«z roi voiitsto et teKImonlo ennl'viontii« nieiv,niillum ec> temz,m'<? t^ntentiam moam expnfuisse, <zuiil neeiiiilii co toniporo taut» ^oiinlcultate conl't.'llist, ^uis nonliumtanw nrc> veiiwto vc> tompore pernestus non^ium tüm ciili-izonti in terinturis «ontilioiationv tiitoAeram."Was meynen Sie? Wenn wir einer so fcycrlichcn Nersichc-rung glauben dürfen; — und ich wüßte nicht, warum wirnicht dürften? — wenn es wahr ist, daß in dem Zahrc 50schlechterdings kein Mensch die Lehre des Berengarius vortra-gen können, weil er sie noch selbst nicht aufs reine gebrachthatte, weil er sich noch selbst um den Gegenstand derselben sogenau nicht bekümmert hatte, als ihn die Verfolgungen, die ernachher darüber erdulden mnßtc, zu thun nöthigten: wie wirdes um die stehen, welche so zuvcrläßig wissen wollen, daß er