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vor allem sich angelegen sein lassen, ans allgemeine Ver-ständlichkeit Bedacht zu nehmen. Und dazu genügt nichtetwa, mit den untersten Voraussetzungen anzufangen undsich der Deutlichkeit in Worten zn befleißigen. Ungleichwichtiger ist es, den Gang der Bctrachtuug dem Gange desöffentlichen Denkens überhaupt auzupasscu. Wer für Schülerschreibt, die nicht aus dem Leben kommen, mag nach Com-pcndienart mit Begriffen und ihrer Zerlegung anheben. Werfür die im vollen Leben Stehenden arbeitet, muß aus Lebenanknüpfen, welches ihnen die Begriffe nur gauz in denDingen verborgen zuführt. Das vorübergehende, durchausgesetzmäßige Phänomen der Goldausfuhr hat allein Deutschenund Ausländern mehr zu denken und zu reden gegeben alsalle Gesetzentwürfe und Beschlüsse, die seit vier Jahren indieser Angelegenheit ergangen waren. Darnm war es an-gezeigt, gerade an dieses Phänomen anzuknüpfen, um vonihm allmählich aufsteigend den Uebcrblick über das ganzegroße Gebiet der Währnngsfrage zn gewinnen, den Weg zudurchlaufen, den jeder zum Nachsinnen Aufgelegte zu be-schreitcn versucht sein mußte, weuu er sich über den Inhaltder ihm auffälligen Erschciuuug Rechenschaft zu geben fürder Mühe werth hielt.
So stellte sich zunächst die Frage ein, ob denn jener alsetwas Unerhörtes aufgenommene Vorgang wirklich etwasNeues, ob er etwas Beklagenswertes und ob, wenn er daswäre, der Vorwnrf gegen das neue Grundgesetz der deutschenMünzvcrfnssuug zu richten sei, alles Fragen, die nach ein-gehender Prüfung unbedingt verneint werden müssen. Undda die Vorwürfe gegen die vermeintlich begangenen Fehlerzumeist auf die Anpreisung eines verschmähten bessern Systems