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werfen, die man uns als Mustcr und sogar als Kernpunktzum Anschluß so häusig empfohlen hat. Die vier Staaten,welche im Jahre 1865 sie untereinander abschlössen, warenFrankreich, Jtalicu, Belgien, die Schweiz (später trat alsfünfter Griechenland hinzn). Eine rcspcctable Gruppe, sagtemau, vou damals beiläufig 75 Millionen Seelen. DieGrundlage des vereinbarten Münzshstcms war bekanntlichdie Doppelwährung nach dem französischen Verhältniß vonGold zu Silber. Es dauerte jedoch uicht füuf Jahre, sohatteu drei der vier Staate» sich gezwungen gesehen, einenRiß in die Convention zu machen. Bon den 75 Millionenhaben einzig und allein 5 Millionen Belgier sich stets, in5en Grenzen der Uebcreinkunft bewegt und diese zu ihremSchaden und mit Widerwillen. Griechenland mit seinenanderthalb Millionen Seelen, das Königreich mit dem an-geborenen Bankrott, ist zwar im Jahre 1868 der Münz-convcntion bcigctrcten, aber nnr, um die darin vorgesehenenntcrwerthige Scheidemünze zu prägen. Die vollwerthigeCourantmünzc hat es bis auf den heutigen Tag noch nichtausgebracht; wohl aber von der unterwcrthigcn mehr, als ihmvertragsmäßig zukam. Italien setzte an die Stelle des Silbersund des Goldes einen Papicrschein, der zeitweise bis zu15 Procent Verlust bei der Umwcchsclung in Gold oderSilber ergab. Frankreich wurde durch den Krieg gezwungen,an die Stelle des Silbers und des Goldes ciuc uncinlösbareBanknote zn setzen, die zeitweise bis 3 Procent unter dengleichnamigen Metallwcrth fiel, die allerdings seitdem sichwieder zur Gleichwertigkeit und sogar darüber hinaus er-hob, aber vermöge solcher Fügungen, die sich jeder gesetz-lichen Einwirkung, jeder Bestimmung ihrer Dauer und jeder