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Verhältniß von Gold und Silber wicdcr einmal gerade andem Punkte von lo'/? zu 1 angekommen war, wie zurZeit seiner Vcrkündung. Aber sie vergessen dabei, welcheSchwankungen cS zwischenzeitlich durchgemacht, und daß jedeSchwankung von dein entsprechenden Ab- und Zuzug derbetreffende» Metalle begleitet gewesen, der einerseits wicdcrdie Wechselcnrse von Land zu Laud, durch diese endlich diePreise rcgulirtc. Weuu nach 60 oder L'> Jahrcu wieder ein-mal eine Epoche eintrat, in welcher die Thatsachen mit demgesetzlichen Verhältnisse zusammentrafen, so beweist dies nichtsanderes, als daß im Laufe der Jahre auch diese Zahl wicdcraus der Schwankung hervorgehe» kann. Und hierbei darf derandere iuzwischcu praktisch gewordene Gesichtspunkt nichtentgehen, daß eine Bewegung, die bis zu einem gewisscuZeitpunkt zwischen zwei Richtungen altcrnirt hatte, definitiv ineiner derselben verharren, die andere für immer aufgebe» kauu.
Ueber die Falschheit des Princips der Doppelwährunghabe» sich übrigens ihre gesetzlichen Begründer nicht entferntder Täuschung hingegeben, welche in der Anffassnng derheutigen Vertheidiger ihrer Methode steckt. Die Väter dcö fran-zösischen Mllnzgcsctzcs vom Germinal des Jahres XI habenmit klarcn Worten in den schriftlichen Motiven ausgesprochen,daß die Fixirnng eines gesetzlichen Verhältnisses zwischenbeiden Edelmetallen unmöglich auf alle Zcitcu beschlossenwerden könnc; daß vielmehr vorbehalten werden müsse, jenachdem später ein Umschwung eintreten möchte, auch mitdcu gesetzliche» Verhältniswahlen nachzurücken. Es ist klar,daß dieser Gedanke vom Geiste der Nachfolger theoretischnicht festgehalten worden ist, wenn auch die Praxis schoudafür sorgt, daß sie ihn nicht ignorircn können. Heute, wo