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Reichsgold : Studien über Währung und Wechsel / von Ludwig Bamberger
Entstehung
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Wir sind gezwungen, aus dieser Erscheinung rückwärtszu schließen, daß trotz der entgegengesetzten Stellung zurHandclsbalanz doch auch etwas UcbcrcinstimmcndcS zwischenunserm Silbcrcourant und dem holländischen Gelde besteht.Dieses Ucbcreinstimmcndc liegt darin, daß das binncnlän-dischc Geld beider Länder in seinem Heimatsgcbictc einenfictivcn Werth hat, der zeitweise um 6 bis 8 Proceut sciucuMarktwcrth übersteigt. Beide Länder berichtigten ihreTauschgeschäfte mit dem Auslande zu keinem nenncnswcrthcnGelaugt) mittels des Silbermctalls, welches die Grundlageihres UmlaufsmittclS bildete, sondern im Waarcntausche.Holland , welches Überschüsse zu fordern hat, konnte dadurcheinen größcrn Abstand zwischen dem innern Werth nnd demMarktwcrth seines Geldes erreichen. Deutschland , dessenValuta nach der entgegengesetzten Seite in Spannnng ist,hatte etwas mehr die Tcndcuz seine inucru Waarcuprciscdem Marktpreise seines Silbers zn accommodircu. DieDifferenz dieser Spauunng drückt sich in der Differenz aus,welche einerseits zwischen dem holländischen Silber nud demenglischen Golde, andererseits zwischen dem deutschen Silberund dem englischen Golde aufkommen konnte. Die Differenzbewegte sich im letzten Jahre in den Grenzen von 2 Proccntzwischen Holland und Deutschland .

5) Einen gewissen Beitrag zu unserer Ausfuhr lieferte ciuc Zeitlaug das ciugcschinolzenc Silbergcid, das wir verkauften, nnr zu laug-sam leider!