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Waaren im Jnlandc ein, zahlt Steuern u. s. w. Mit diesenWaaren kann wiederum das Ausland bezahlt werden, undihr Verhältniß zum Stande des innern fictivcn Geldes regeltden Curs zwischen beiden Ländern. Wie man im Lande dcSPapiergeldes stets doch noch den Sovcrcign zu einem ge-wissen Preise in Papiergeld haben kann, so umgekehrt be-zahlt man auch in der Heimat des Sovcrcigns das fremdePapiergeld mit einer gewissen Verhältniswahl Sovcrcigns.Warum? Weil man im Hcimatlandc dcS Papiers mit letztcrmWaaren kaufen und entweder davon leben oder sie cxpor-tircn kann. Beispielsweise sahen wir in Frankreich diesenfictivcn Werth auf der Hohe des vollen Metalls, in Holland über denselben hinaus, in Deutschland um 6 bis 8 überseiucn wahren Werth gesteigert, aber um 1 bis 2 Procenthinter der ehemaligen Parität zurückbleibend. Insoweit dasGeld der Länder mit cntwcrthctcm Metall au Tanschkraftüber dcm Preise dieser Metalle steht, ist es Papiergeld; undwir haben uns das deutsche wie das holländische Umlanfs-mittel als ein solches zu denken, welches theils aus Silber,theils aus Fiction (sonst Papicr) zusammengesetzt ist. DieKraft des fictivcn Elements in dieser Znsammcnsetznng hängtgenau wie die Kraft des reinen Papiergeldes von den Fac-torcn dcr HandclSbalanz und der Finanzpolitik des betref-fenden Landes ab, diese natürlich wieder von seiner Gesammt-lage. Man kann beobachten, daß in den Pausen zwischengroßen geschäftlichen oder politischen Erschütterungen auchdcr Wechsclcnrs dcr Papicrländcr sich in ein gewisses dauern-des Niveau setzte. So haben wir Jahre hintereinander denWechsclcnrs auf Rußland nur um weuige Proccntc schwankensehen, nachdem cr von seinem Metallausdruck um 2>) Procent