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getauscht werden solle. Hier mein Sohn, würde das etwaheißen, hast dn eine Flinte, die nur auf 300 Schritte sichertrifft; aber gehe nur getrost gegen den Feind, der auf 1000Schritte schießt, denn über Jahr und Tag bekommst du ausder kaiserliche» Gcwchrmanufactur eine Waffe, die auf 1200Schritte trägt. Der Mann hätte schwerlich dies Argument tref-fend gefunden, und ebenso thäte der Gläubiger des Auslandes,wenn der deutsche Schuldner ihm einen Silbcrthalcr aubictcuwollte, mit der Beschwichtigung: daß er in gegebener Zeit ihnbei den deutschen Reichs- und Staatskassen werde gegen Goldeintauschen können. Und da wir den Ausländer zu bezahlenhatten, so mußte entscheiden, was dieser sagte. Für dieAction brauchten wir fertige Werkzeuge und keine Anweisungauf künftige. Das Goldstück behauptete dadurch unge-schmälert seinen Vorzug vor dem Silber. So mußte nachbeiden Richtungen hin die Ucbergangszcit sich zu einer Zeitder Doppelwährung gestalten, trotzdem mit den richtigstenTheorien das Gegentheil bewiesen werden konnte.
Nur Ein Mittel gab es, der schädliche» Wirkung diesesZustandes aus dem Wege zn gehen. Dieses Mittel, wirverfügten darüber, es schaffte uns die Hauptkraft zur Bcwcrk-stclligung des Ueberganges; wenn ein Fehler begangenwurde, so bestand er darin, daß das Maß der Wirkungs-fähigkcit dieses Mittels nach Inhalt und Dauer überschätztwurde. Uud das war verzeihlich, denn die ganze Welt wurdeüberrascht von seinem frühen Versagen.
Die schädliche Wirkung der Doppelwährung kouute ge-sperrt werden durch die günstige Stellung der Zahlungs-balanz (s. Nummer 14 und 16). Gleichwie jüngst die Bank vonFrankreich gegen ihre kleinen Noten rnhig Gold in Umlauf