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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
Entstehung
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Geschichtsschreibung des gelehrten Zcitimgswescns.

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italienische und holländische Journale auf. Unter den letztcrn befindensich 40 gelehrte und litterarkritischc Journale allgemeinen Charakters,16 historisch-politische, 7 die beide Richtungen vereinigen; 22 theologische,5 philologische, 4 juristische,. 3 medizinische und medizinisch-physikalischeJournale, 1 philosophisches Journal; 1 Journal der akademischen An-gelegenheiten, 1 Journal der Disputationen; 2 moralische, 5 vermischteJournale; je 1 Journal der Reisen, der Städte, der schwedischen Dinge;3 Zeitungscrtrakte, 1 Journal der Journale; 1 Gcschichtskalender; derLeipziger Meßtatnlog.^ Nach der besonnener verfahrendenGründlichenNachricht" stellt sich der Stand nur der deutsch geschriebenen Journalebis 1716 wie folgt: allgemeine gelehrte und litterarkritischc 22, historisch-politische 2, beide Richtungen vereinigenden, theologische 10, philologisch 1,Schulwesen 1, Bücher und Disputationen betreffend 1, moralische 2,schwedische Famen 2, vermischt 1, Journal der Journale 1. Journaleder Journale in Frankreich ein ^ourn^l än -lournt»! 1670 ent-standen, entsprechend denMonatsextraktcn" auf dem Gebiete der politi-schen Zeitung.Erstlich überhebe ich dich der Arbeit, daß du nicht alleMonathlichc Schrifften dir anschaffen und durchlesen darfst. Vor dasandere, will ich auch, wenn es nöthig und möglich ist, eine OnUationder Keesnsiou mit denen Reeensirten LeriMs anstellen. Vor dasdritte solst du eine genügsame Nachricht und Lxtraet, aus denen Lx-traewu haben", heißt es in einem solchen.^

Seit den achtziger Jahren des 17. Jahrhunderts entstand eine Lit-teratur natürlich auch des gelehrten Jourualwescns. Sie wurde eröffnetmit Konstantin Wolfs Os?dotic> Lpukinöi'iämu eruäitoi'um inventoi'ö,1689: die Zeit war der irrigen Ansicht, daß Photius ' in der zweitenHälfte des 9. Jahrhunderts entstandene sogenannte Bibliothek (ein Be-richt, den Photius über seine Lektüre seinem Bruder auf dessen Wunscherstattete) eine Art littcrarischer Monatsschrift gewesen sei. Es folgtenJunckers Leusämsrng., Leipzig 1692, Struves Intrnäuetiv (1704) und von den aus Junckers Schrift abgeleiteten Partien der Morhof, Vogler-Maibom, Rcimmann abgesehen die dritte von Joh. Alb. Fabriciusveranstaltete Ausgabe des Morhofschen Polyhistors (1732). In dervierten Ausgabe, 1747, ist die von Joh. Joach. Schwabe bis zum Jahre1746 fortgeführte und so etwa 60 Jahre umfassende Fabriciussche drsvi8Xot-itig, slplmdstiek ^Iiemsriclum litsraiinm auf fast 800 Journal-