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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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Lagerkatalog. Anordnung im Sortimentskatalog.

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Nummern der Katalogcibtcilung Bündel und Sammelbände solcher Lager-kataloge, durchweg in Oktavformat . Wir haben weiter Universalkatalogcvon Härtung in Königsberg 1746, Vandenhoeck in Göttingen 1746,Heinsius in Leipzig 1748, 1760, Monath in Nürnberg 1748, 1753,1758, 1765.

Es verzeichnen die Universalkataloge von El. Mich. Zinck in Würzburg und Bamberg, 1650, ca. 3000 Nummern, von Krieger in Gießen und Mar-burg, 1735, ca. 1000 Nummern, Beughem in Danzig , 1731, ca. 1700,von Meyer in Lemgo, 1733, ca. 10000, der von Nicolai in Berlin ,1737, ca. 13000, der von Heinsius in Leipzig , 1748, ca. 16000 (wobeialle kleine Tractätlein deren Werth 1. oder höchstens 2. gr. beträgt, diesesmahl gar weggelassen"), der von Monath in Nürnberg, 1758, ca. 23000,von Meißner in Wolscnbüttel, 1767, obgleich nur bis Ii reichend, ca.30000 Nummern. Dort, wo uns unmittelbar aufeinanderfolgende Uni-versalkatalogc derselben Firma erhalten sind, vermögen wir danach dasWachstum der Tauschlager zu schätzen. Der erste Univcrsalkatalog vokHaudc in Berlin erschien 1724 und umfaßt ca. 6000, der zweite erschien1753 und verzeichnet ca. 18 200 Nummern. Der Borrat des vorhingenannten l.!!>w1oZu8 (?eu6iÄi8 Libliopolii LeuAiuzmmni, KeclÄNi 1731,beruht auf einundzwanzigjährigcr Geschäftstätigkeit. Die halbjährlichenoder jährlichen Sortimentskataloge (einzelne, aber wenige Firmen ließennur nach Ostern solche erscheinen) sind für die Geschichte der Biblio-graphie, des Buchhandels und des literarischen Bedürfnisses von ge-ringer Bedeutung, weil sie alle dem allgemeinen Mcßkatalog gleichmäßigallzn nahe kommen. Namentlich in letzterer Beziehung würde es vielwertvoller sein, wenn uns mehr von kleiner» eigenständigen Buchhändler-katalogcn erhalten wäre. Ein Beispiel davon gibt derLataloAusderjenigen Bücher welche Joh. Bened. Metzler Buchhändler in Stuttgardtentweder selbst verlegt, oder in Menge bey Ihme zu finden seynd",1743. Er enthält etwa 120 Titel zum Teil älterer Bücher (dasälteste vom Jahre 1690), und zwar fast ausschließlich Andachts- undSchulbücher. Im 17. Jahrhundert schloß man sich auch in der An-ordnung an den Mcßkatalog an. Zuerst verzeichnete man die lateinischen,dann die deutschen Bücher und katalogisierte beide nach den Fakultäten;die fremdsprachlichen bilden dann gewöhnlich die Schlußrubrik der latei-nischen Bücher. Henning Großes Berlags- und Sortimcutskatalog vom