sieben Leipzig waren die bedeutendsten Bnchhandclsstädtc KursachsensDresden, weiter Bautzen und Wittenberg. In Dresden blühte zunächstder alte Verlag der Bcrgenschcn Hofbuchdruckerei 11654 65 174, 1669 58101 Artikel, die heutige Firma C. C. Meinhold Söhne " > und, vongeringerer Bedeutung, der neue von Andr. Nffler, 1654 78, und Mich.Günther, 1679 91. Den erstern im jahrlichen Durchschnitt um etwadas Doppelte, in der Gcsamtziffcr um das Siebenfache übertreffend,blühte der Verlag von Joh. Chrph. Mieth und seinen Erben von1674 bis 1727 (die nachherigc Hilschcrschc Buchhandlung), danebenverlegte Joh. Jac. Wincklcr 1692—1726. Der bedeutendste Dresdener Verleger war seit 1699 Joh. Chrstph. Zimmermann, dessen Buchhand-lung auf Gerlach überging (seit 1720 Zimmermann ^ Gerlach, seit1727 Zimmermanns Erben Gerlach; zusammen 1699—1739 980Artikel); ihm zunächst steht Gottlob Chrstn. Hilschcr seit 1728; ihnennachstehend die Heckclschc Buchhandlung, deren Verlag seit 1681 auftritt.Ihr Besitzer, der Buchbindermcistcr Fricdr. Hcckcl, wußte sich gegenden Jahrzehnte hindurch erneuten Protest der reiucu Buchhändlerin der erledigten fünften Buchhandclsstcllc einzunisten, wurde 1725)zum „Hof-Büchcr-Averanten" deklariert und assoeiierte sich 1737 mitGeorg Conrad Walthcr aus Nürnberg ; Walthcr wnrdc 1738 ebenfallszum Hofbuchhäudlcr ernannt und gründete 1739 an Stelle einer er-ledigten Buchhaikdclsstclle die selbständige Walthcrsche Hofbnchhandlung.Endlich ist für die Zeit von 1708 bis in die dreißiger ^ahrc der Ver-lag von Joh. Gottfr. Lesche zu erwähnen, dem Vorfahren der spätcrnArnotdischen Buchhandlung." Dresden , das unter August dem Starken60—70000 Einwohner zählte, hatte fünf ordentliche Buchhandlungenund etwa das Vierfache an Buchbindereien (im Jahre 1698 schon 21")und zu Beginn unseres Zeitraums ciuc Druckerei, seit den 1670erJahren drei, seit Beginn des 18. Jahrhunderts vier Druckereien. ?icBegründung der vierten, Joh. Hcinr. Schwenkcs, wurde zwar offizielluntersagt, thatsächlich aber zugelassen; noch im Jahre 1729 legten dieübrigen drei Druckereien gcgcu die Druckerei der Schweukcschcu Wittwcvergeblich Protest ein.^ — Bautzen hatte damals an David Richtereinen der produktivsten Verleger ganz Deutschlands ; in den Mcßtatalogcnder Jahre 1714—1739 ist er mit 1005 Artikeln vertreten. Vor ihmhatten Mart. Gabr. Hübncr und nächst ihm Joh. Wilisch den zahl-
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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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343
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