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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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ZgO 7. Kapitel: DaS bibliopvlischc Deutschland : Absatz, Preis, Nachdruck. Ceusur,

die Universität ergingen, klagten bitter darüber, daß die Buchladen nachden gedruckten Katalogen gar keine importcmtcn, ja nicht einmal dienotwendigen Werke und Schriften der Göttingcr Professoren seil hätten;die letzten? wären auch weder in Hannooer und andern Städten desLandes, noch in Hamburg, Bremen und Lübeck zu erhalten; die Buch-händler seien zu veranlassen, ihre Läden besser zu versorgen und ihreVcrlagsartitcl eifriger zu vertreiben/'" Der alte Sternsche Verlag inLüneburg gehört zu den geringen! der hier in Betracht kommendenFirmen, und mit Johann Stern endet seine Verlagsbcdcutung, 1689(165089 133, dann noch bis 1744 vereinzelt 17 Artikel). InCelle der Verlag Chrph. Jnl. HoffmanuS, 16911718, unter seinemNachfolger abnehmend. In Brcmnschwcig 16481692 der Verlag Chrph.Friedr. Zilligcr (228 Artikel», der unter den Erben (bis 1714^ starkabnahm, bis das Geschäft 1716 in Konkurs geriet und (samt der 1631von Balth. Grubcr gegründeten uud dann von Zilligcr erworbenenDruckerei^ an Friedr. Wilh. Meyer, den Sohn des Vcmgoer Hosbuch-druckcrs kam (gegenwärtige Firma Joh. Hcinr. Meyer)"'; etwa aufgleicher Stufe seit Beginn des zweiten Viertels.des 18. JahrhundertsLud. Schröder uud die Rengcrschc Buchhandlung. In Helmstedt im17. Jahrhundert der Verlag von Henning, Jac. und Heinr. Dav.Müller; von Friedr. Lüdcrwald; ins 18. hinübcrreichend als der be-deutendste der drei Gco. Wolfg. Hamm , 16831714 (160 Artikel).Auch hier cutstaud der größte Verlag gegen Ende des Zeitraums:der vou Chr. Fr. Wcygand (1725/39 109 Artikel). In Hamburg hat sich keine Firma allerersten Ranges, wie wir sie in Leipzig ,Frankfurt a. M, Jena, auch Bautzen, Wittenberg und Dresden ver-einzelt finden, entwickelt. Im alteu Jahrhundert, nachdem der alteGundcrmannsche Verlag (der von 1649 bis 1654 noch 98 Artikelbrachte) eingegangen war, waren die größten Verleger und herrschendenBuchhändler in Hamburg Johann Naumann Vater (geb. 1614 in Großen-hain i. Sachsen, f 1668) und Sohn, seit 1673 mit Georg Wölfs asso-rtiert (1646/82 412 Artikel). Ihnen zunächst, aber bedeutend hinterihnen zurückbleibend, stand Chrstn. Guth, ebenfalls bis 1682; 16701694der Schultzcschc Verlag. Mit den beiden Letztgcnauutcu standen in derdurchschnittlichen Produktion die drei Hertel etwa gleich, deren Firma denganzen Zeitraum hindurch bestand und in der Produktion die beiden