363
mit dem Jahre 1665, dic des Kötzschen mit dem Tode Thoin. Matthias',1672, vorüber. Schönwctter, Joh. Beyer, Amnion Scrlin, Joh. Pet.Zubrodt, Friedr. Knoch, Chrn. Siegcsfried, Joh. Gco. Schiele, ÄgidVogel — dic durchschnittliche Jahresproduktion aller dieser Verleger,deren Thätigkcit in dic 1650er bis 1680er Jahre fallt, ist mit einerAusnahme in den folgenden Jahren von keinem Frankfurter Verlegerwieder erreicht worden. Ins neue Jahrhundert hinein reicht von diesenFirmen nur der Knochsche Verlag (Friedrich Knoch 1679—1711 430,dann bis 1734 — besonders Friedr. Daniel — noch 91 Artikel); vonJoh. Martin Schonwetter noch 16 Artikel (1677—1707). Auf dieGenannten folgen in denselben Jahrzehnten Jac. Gottfr. Scyler, Geo.Heinr. Lehrling (1682—1711), Joh . Just. Erythropel (1679—1704),Alb. Otto Faber, Wilh. Scrlin, Geo. Fickwirth. Im ersten Vierteldes 18. Jahrhunderts war der stärkste Verlag der Sandschc (Herm.1662/89 82; Joh. Adolph 1690/96 und Herm. v. Sands Wittwe 1693,99zusammen 47; Joh. Maximilian 1700/25 319; Dominicus 1710/23, Joh.Dan. 1711, Associationsverlag 1719 31; Joh. Max. Wittwe 1726/3829 Artikel), neben dem Joh. Phil. Andrea (seit 1724 Joh. Phil. Andrea undHeinr. Hort) und, im zweiten Jahrzehnt, Sam. Tob. Hocker standen.Bedeutender als sie war Joh. Friedr. Fleischer, seit 1724, mit Andrea undHocker auf gleicher Stufe stehend Eustachius Möller, seit 1730, und endlich1734—1745 Wolfg. Ludw. Spring, der mit 68 Artikeln in den Jahren1734 —1739 die jährliche Produktionshöhe Schönwetters übertraf.Neben den Buchhändlern stand das aus Basel stammende Künstlcr-geschlccht der Merian^, dessen Name zu den bekanntesten und gepricscnstcnNamen im deutschen Buchhandel gehörte. Matthäus Merian d. Ä., derdie Buch- und Kunsthandlung von Thcod. de Bry übernommen hatteund 1650 starb, war der Schöpfer des „Ide^timu l^ui opktsuru" undder „Topographien". Matthäus Merian d. I. (i 1687), Maler undKupferstecher wie der Vater, Schüler Scmdrarts, setzte den väterlichenBuch- und Kunstverlag fort; die Topographien sind in 29 Teilen und31 Bände« von 1642 bis 1656 und in den Jahren 1681 (Stadt Rom )und 1688 (Italien ) erschienen, das IKsatrum Luiop!>euro erschien in19 Teilen bei Merian dem Vater, dem Sohne und dem Enkel unddessen Erben von 1635 bis 1723; 1734 und 1738 folgten die beidenletzten Teile bei Möller in Frankfurt . Die Glanzzeit der Mcrians war