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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode : (1648 - 1740) / Johann Goldfriedrich
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s>04 7. Kapitel: Das bibliopolischc Deutschland : Absatz, Preis, Nachdruck, Ceusur,

dam 1671, Zcavenst.) und Erasmus cl« Livilitats Norum (12", Amsterdam 1671, WaeSbcrge) hatten die Bogenpreise von 4,s und 6 Pf. Die^liima V I.in-;uc>rniu (8", Frankfurt a. M. 1662, Schönwetter) kostete2,7 Pf., die ^amm I^iugnarniu reseraw e. Vsstid. (8", Amsterdam 1665>, Elzcvir) 5,8 Pf. pro Bogen. Das Oictionarium uovurn I^ütiuo-Lueeo-Löiwniiieum (8", Hainburg 1700, Heyl) kostet pro Bogen 2 Pf.,das vietiunarium iu>vuw I^atiuo-dsrwAiu'-Krgeeum (8", Frankfurt 1692, Zunner) 3,5 Pf., das vietioimrium I^atino-KaUieuw (8", Haag1731) dagegen 7,8 Pf. Die Bogenpreise des Lorxus Zuris Liviliscum X0I18 (-otdykreäi von 7,>- Pf. (4", Leipzig 1705, Glcditsch) und7,o Pf. (groß 4", Frankfurt 1663, 1688, Socictas) waren für deutscheVerhältnisse sehr hoch; der Bogenprcis des Lorpu« ^sur. Liv. adstiueXotis aber in Amsterdamer Ausgabe (ecl. eori'., groß 8", Amsterdam 1700, 1720, Waesbcrg) betrug 9,8 Pf. Die Bogenpreise von Erasmus'LiMxiuia cum Xotis betrugen in der Leipziger (8", 1713, Weidmann)und Baseler Ausgabe (18", 1707, König) 2,8 und 3,» Pf., in denAmsterdamer Ausgaben bei Janson (12", 1646, 1658), Boom (12",1658, Boom), Elzcvier (24", 1650, 1677), Lcers (8", 1693) undHacke (8", 1693) 6,«, 7,8, 11,-, 11,i und 13,8 Pf. Die schwere wissen-schaftliche Littcratur deutschen Berlags hatte einen durchschnittlichen Bogen-prcis von 3,5 Pf., diejenige ausländischen Verlags einen solchen von9,>; Pf. Die Klassikcrausgabcu kosteten in deutschem Verlag durch-schnittlich 2,0 Pf., in ausländischem Verlag durchschuittlich 7,,-> Pf. aufdeu Bogen.

<>'ewiß waren die ausländischen Ausgaben schöner und vielfach wert-voller; aber dafür beherrschten sie auch den gelehrten Büchermarkt Europas .Vom <üori>ntt ^uris Livilis z. B. verzeichnet Georgis Europäisches Bücher-Lexikon nicht weniger als zwanzig ausländische Ausgaben (Lyon 8, Paris 3,St. Gervais 1; Venedig 3, Florenz 1; Antwerpen 2, Amsterdam 1;Genf 1), deutsche uur aus Frankfurt (Stocr und Socictas) uud Leipzig (Gleditsch). Von Homcrausgaben verzeichnet Gcvrgi ans dem Auslande 26(Amsterdam 7, Paris, Genf und Rom je 3, Lyon, Venedig, London ,Eanterbnry je 2, Lehden, Löwen und 4,c>VÄiui je 1), aus Deutschland 15(Basel 9, Straßburg 3, Leipzig 2, 8. 1. 1).

Die verschiedenen Schriften von Erasmus sind iu Deutschland außer-ordentlich häufig aufgelegt worden; trotzdem stehen in lHcorgiö Bücher-