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selier (50 bis 60 M. die Woche) anvertraut. In Deutschland kommt in günstigen Fällen auf je 15 000 Spindeln ein Auf-seher; auch in dieser Beziehung ist der Südwesten günstigergestellt als der Osten.
In England kommt ein Aufseher auf 60 000 bis 80 000 SpindelnIm Elsafs und Süddeutschland
kommt ein Aufseher ... - 10 000 bis 20000In Sachsen kommt ein Aufseher - 10000In einer kleineren Spinnerei dessächsischen Oberlandes kommt
ein Aufseher auf 3000 bis 4000 Spindeln.
In Folge der geschilderten Entwicklung ist in England seit den dreifsiger Jahren das Erzeugnis an Garn pro Arbeitersehr gestiegen und sind die Kosten der Arbeit pro gegebenesQuantum Garn bedeutend herabgegangen. Vergleichen wir z. B.das von Houldsworth vor dem „Committee on Manufactures"1834 gegebene Beispiel mit Zahlen, welche ich für eineFeinspinnerei zu Bolton 1890 festgestellt habe. Es betrifftNr. 200:
, ... , Kosten d. Arbeit. "Wochen- „ .
T , r . , . , . Wöchentliche Kaufkraft m
Wochenieist. pro Spinner .... (Spinnern. Gehülfen) verdienst d.
Arbeitszeit Weizenmehl
pro 1000 lianks Spinners
1837 3,800 hanks 72 Stunden 200 d. 42 sli 267 lbs1891 34,500 - 54V2 - 23 d. 44 sh 406 lbs 1 .
Ähnliches zeigt sich bei der gewöhnlichen Nr. 40 Twist:Kosten des Spinnens pro 1000 liank 1812—300 d. 1830—180 d.
1 Der Preis für Weizenmehl ist der vom August 1891. Der Ver-gleich ist eher zu Gunsten des Spinners von 1837, indem der damaligePreis des Weizenmehls nach den Rechnungen eines grofsen Kranken-hauses, also en gros, 1891 dagegen nach den Detailpreisen einesKonsumvereins berechnet wurde, welch letzterer, um 10% Dividendeaufzubringen, eher höhere Preise fordert als der Krämer.
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