kleine Häuser einzelner Weber, bald gröfsere mit Raum füretwa 20 bis 30 Webstühle, dort wo die Hausweberei zummanufakturmäfsigen Betriebe übergegangen war. Die meistendieser Häuser haben beute ihren ursprünglichen Zweck ver-loren und sind Wohnungen der Arbeiter der Grofsindustriegeworden. In einer abgelegenen Vorstadt aber hört mannoch hie und da, allerdings vereinzelt, einen Webstuhl gehen.
Steigen wir in einen dieser Keller hinab, welche, wie ge-sagt, äufserst hell sind und etwa vier Webstühle beherbergen.Greise und Greisinnen begrüfsen uns; sie scheinen einer andernWelt anzugehören, insbesondere wenn der Besucher soebeneine der grofsartigen Feinspinnereien Boltons durchwanderthat. Hier wie überall klammert die sterbende Hausindustrie ihrDasein an eine Specialität: es sind Bettdecken (counterpanes) miteigentümlichen Mustern und eingewebten Worten, meist Bibel-versen. Die Muster werden dadurch gebildet, dafs der Webermit einem Häkchen an der passenden Stelle das Schulsgarnzu einer kleinen Schleife emporzieht. Ähnliche Muster könntenur bei Massenabsatz der Kraftstuhl mit komplizierter Jacquard-einrichtung herstellen. Hier aber handelt es sich um be-schränkten Absatz an Leute, welche noch an der alten Modehängen, wohl meist an Abnehmer, die den Herstellern anAlter nichts nachgeben. Für ihren Bedarf lohnt sich die Ein-führung kostbarer Maschinen nicht.
Die Weber arbeiten mit äufserst grobem Schufsgarn, etwa90 yards auf das Pfund, welches aus Baumwollabfällen her-gestellt wird. Dies ermöglicht eine rasche Arbeit, indem nichtmehr als 12 Schützenschläge auf den viertel Zoll kommen.Die Kette ist twist No. 12. Ähnliche Bettdecken werden auchaus bunter Baumwolle verfertigt, durchaus altmodische Warenmit engbegrenztem Käuferkreis.
Wir sehen also, wie die Hausindustrie sich zuletzt auf ein