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Der Grossbetrieb : ein wirtschaftlicher und socialer Fortschritt ; eine Studie auf dem Gebiete der Baumwollindustrie / von Gerhart von Schulze-Gaevernitz
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Das wöchentliche Einkommen des Arbeiters ist heute inEngland höher sowohl als im England der dreifsiger Jahre als auchwie gegenwärtig auf dem Festlande. Da dieses hohe Einkommenauf niedern Stücklöhnen beruht, so ist es lediglich eine Stärkeder englischen Industrie.

Über die allgemeine Erhöhung der Wochenverdienste derArbeiter während des letzten Halbjahrhunderts sagt R. Giffen ,der bekannte Statistiker:In allen Fällen, wo es infolgegleichartiger Arbeit möglich gewesen ist, einen Vergleich auf-zustellen, zeigt sich eine aufserordentliche Erhöhung der Löhnevon 20% bis 50% und 100%, ja über 100%. Diese Auf-stellung unterschätzt eher die thatsächliche Ausdehnung derVeränderung 1 ."

Im Appendix zum ersten Bericht der Royal Commissionon Trade Depression giebt der Sekretär der Handelskammervon Manchester , Mr. Lord, eine ähnliche Statistik. Danach istseit 1850 bis 1883 das Einkommen der Arbeiter gestiegen für:

Baumwollspinnen und Weben medium um 74,72%,

fine um 35,16 %,

Bleichen und Baumwolldrucken um 50°,o 2 .

1 Vergl. R. Giffen, Progrefs of the working classes. London 1884. S. 6.

2 Vergl. a. a. O. S. 99, ferner den Appendix zum zweiten BerichtS. 376, 377. Übrigens ist diese Statistik nicht unbestritten; sie wirdvom Verfasser selbst, aber ohne wesentlich andre Ergebnisse, im zweitenBericht korrigiert. Dem gegenüber erklärt D. Chadwick, The Expenditureof wages, paper read at the British Association, Manchester 1887, diea. a. O. aufgestellten Prozente für zu hoch; seit 1860 hätten sichdie Verdienste der Baumwollarbeiter jedoch sicher um 10% gehoben.S. 8. R. Giffen, der erste Statistiker Englands, acceptiert die Be-rechnungen G. Lords. Vergl. R. Giffen, Recent Changes in prices andincomes, Royal. Stat. Society 1888 S. 20.