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Einmal deshalb, weil es nicht nur auf das Dasein von Kohlenund Eisenerzen ankommt, sondern auch auf deren Qualität (z. B.Koksbarkeit der Kohlen) und Quantität, wie auf deren Produk-tionskosten und Transportkosten.
Bezüglich dieser Momente walten aber stärkste Differenzen.England erscheint als der von Natur meistbegünstigte Staat. InDeutschland müssen wir die Kohlen zu den Erzen, oder die Erzezu den Kohlen fahren, während sie in England dicht bei einandersich finden. In Frankreich sind die „schwarzen Diamanten" wiedas Eisen spärlich gesäet. Selbst wenn — was keineswegs derFall — alle sonstigen Voraussetzungen der Industrie in diesen dreiLändern gleich ständen, müßte der Schwerpunkt dort in andereIndustrien fallen wie hier.
In Italien und in der Schweiz fehlen Eisen- wie Brennstoff-vorräte — trotzdem ist die Schweiz , dank des Reichtums an Wasser-kräften, einer der führenden Industriestaaten geworden; aber siebetreibt andere Industrien wie England u. s. w.
Spanien wie Rußland haben Kohlen und Eisenerze; aber dasLagemoment steht hier ungünstig ^); in Nordamerika weit günstiger.Mag sein, daß in Südamerika wie Asien, wie Afrika, wie Austra-lien „die natürlichen Voraussetzungen der Industrie" ... „in Hülleund Fülle vorhanden sind" — in jedem Lande liegen sie verschiedenund diese Verschiedenheit führt dahin, daß hier vorzugsweise diese,dort vorzugsweise jene Industrien gepflegt werden. —
Zweitens aber: selbst wenn, was das „Brot der Industrie"anlangt, die Territorien des Erdballs sich glichen wie ein Ei demanderen, so würde ihre Fabrikation durchaus nicht gleiche Bahnenwandeln. Denn nicht jene Hilfsstoffe, so wichtig sie auch sind,entscheiden über die industrielle Physiognomie, sondern die Roh-stoffe, die der Verarbeitung sich darbieten. Hinsichtlich der Rohstoffeaber — der agrikolen wie der montanen — sind die Territorienunendlich ungleich ausgestattet. Schon die westeuropäischen Industrie-staaten weisen, auf engem Raume, starke Verschiedenheiten auf —z. B. hinsichtlich der Produktionsbedingungen von Weizen, Roggen,