voranstcheudeu Arbeitern in das Parlament gewählt wurden.Carlyle hat durch die Aufstellung dieses Ideals zur Erzie-hung jener neuen Generation der englischen Arbeitgeber we-sentlich beigetragen, welche von ihren Bcrufsgeiiosscn imAnfange des Jahrhunderts in derselben Weise verschiedensind, wie der landeingesesseue Edelmann von dem Squatterdes fernen Westens.
Aber Carlyle kennt einen besseren Lehrmeister als denMoralisten, einen solchen, der selbst den trotzigsten Kopf über-winden wird: „den unbeugbaren Lauf der Dinge". Er rech-nete mit Sicherheit auf eine Veränderung der Zustände, weildas soziale System, wie es damals bestand, sich als un-möglich erweisen mußte. „Wenn Väter und Mütter inHungerkellcrn zn Stockport ihre eigenen Kinder zu verzehrenbeginnen, —- — — wenn mitten unter deu regierenden„Korporationen der besten und edelsten", die nur auf dieErhaltung ihres Wildstandcs besorgt sind, dunkle Millionenvon Gottes menschlichen Geschöpfen sich in wahnsinnigenChartismeu und Meutereien erheben — während eine mög-liche industrielle Aristokratie erst halb am Leben und unterGeldsäcken und Kassenbüchern verzaubert, eine anerkannteträge Aristokratie unter Täuschungen und Sünden fast er-stickt scheint — in solcher Zeit wird es nach einigen Ge-nerationen selbst für den schlichten und ungebildeten Geistganz handgreiflich unmöglich."*) Der sachliche Blick Carlyleszeigt sich darin, daß er unter den Mitteln, welche eine Ver-änderung herbeizuführen berufen sind, die Kampfgenosscn-schaften der Arbeiter erkannte. Sein Wort, daß die großeMasse der Menschen sich nicht selber führen könne, galt ihmvon den vereinzelten Individuen, von der unorganisiertenMasse. In den vielgestaltigen Vereinen der englischen Ar-beiter aber regte sich wieder nencs soziales Leben, welchesum so bedeutungsvoller werden mußte, als es innerhalbeiner rein individualistischen Gesellschaft erblühte.
Carlyle war der erste, welcher darauf hinwies, daß Er-
»> ?ast s-llä?i-sssnt, Ausgabe von Krehschmar, Bd. VI, S. 258.