Vorwort.
Al-achfolgende Arbeit über Carlvle setzt sich aus Stückenzusammen, welche zum größten Teil bereits an anderen Ortenveröffentlicht sind, so in meinem Buche „Zum sozialen Frieden"Leipzig, Duncker und Humblot 1890 und in der MünchenerAllgemeinen Zeitung 1891. Wenn ich mich entschloß, demWunsche des Verlegers nachzukommen und diese Studien vor-liegend zu der Einheit zusammenfassen, in welcher sie ursprüng-lich gearbeitet waren, so geschah dies nicht in dem Sinne, daßder Carlyle'sche Standpuukt für mich eine abschließende Lösungder philosophischen und sozialpolitischen Streitfragen enthielte,welche unsere Zeit bewegen. Tagegen scheint mir Carlnle'sBedeutung in der Tat hervorragend als Symptom für den Um-schwung, welcher das Denken des XIX. von dem des vorher-gehenden Jahrhunderts trennt. Jener sozialpolitischen Stim-mung, welche auf Grund einer ungeheuer anschwellendenArbeiterbewegung in den dreißiger und vierziger Jahren unseresJahrhunderts das englische Volk ergriff, hat er die schärfste,vielfach sprichwörtlich gewordene Prägung verliehen. WennKingslen und DiSraÄi, die christlichen Sozialisten oder dieenglischen Positivisten, ihren letzten und eigentlichen Gedankenzum Ausdruck bringen wollten, wenn Arbeitervereine odersozialpolitisch augeregte Uuiversitätskreise nach einem Motto