abzuleiten. * Die Kosten , um 2 — 300 000 Proletarier wegzu-schafifen und anzusiedeln sind aber so enorm, dafs sie uns demStaatsbankerott [entgegen treiben würden; der zurückbleibendeTheil des Volkes hätte jährlich eine kolossale Summe zu veraus-gaben , um wie Herr v. Weber meint, durch ein geringeresAngebot von Arbeit den Arbeitsmarkt günstiger zu gestalten.Dem englischen Staate kosteten die Leute, die 1823 in Canadaangesiedelt wurden, dl 22 pro Kopf, und wenn wir diese Summeals Norm annehmen; was bei einer Ansiedelung in Süd-Amerika wohl kaum zu hoch gegriffen sein dürfte, so hätten wir eineJahresausgabe von 132 Millionen Mark für das Experiment zutragen. Dies könnte aber den beabsichtigten Zweck dennochnicht erfüllen, denn da mit den Producenten und ihren Angehö-rigen auch Consumenten verloren gehn und die Consumtion nichtvon den «oberen Zehntausend» sondern von der grofsen Masseder Unbemittelten belebt wird, so würde sich das Verhältnifsdes Arbeitsmarktes durch die Auswanderung nicht wesentlichbessern, indem neben einem kleinen Theile der Producenten eingrofser Theil der Consumenten mit fortzöge. Das alte Ver-hältnifs zwischen Arbeitsangebot und Nachfrage bliebe vielmehrwahrscheinlich bestehn, wenn sich nicht gar die Consumtion durchdie erhöhte Steuerlast noch verringerte, wodurch sich das Angebotvon Arbeit vermehren müfste. Das Experiment würde also wahr-scheinlich die entgegengesetzte Wirkung zur Folge haben!
Die Behauptung des Herrn v. Weber und seiner Anhänger,dafs ein Uebermafs von Arbeitsangebot vorhanden sei, erweistsich als gänzlich unrichtig, wenn man das ganze Land dabei inBetracht zieht und von einzelnen Uebergangsperioden und Krisenabsieht. Die Ueberstürzung der Schwindelperiode hatte Massenländlieher Arbeiter aus den Ackerbaudistrikten in die Industrie-bezirke gezogen, so dafs in den Ersteren ein Arbeitermangelund bei sinkender Nachfrage in den Letzteren ein Ueberflufseingetreten war. Dies hat sich im Laufe der Krisis wiederausgeglichen, doch darf man behaupten, dafs die Landwirth-schaft im Ganzen eher an Arbeitermangel als an Ueberflufslaborirt. Dies giebt Herr v. Weber selbst zu, indem er daraufhinweist, dafs durch den mehr um sich greifenden Zudrang derLandarbeiter nach den grofsen Städten, die Ackerbaudistrictewerthvoller Arbeitskräfte beraubt werden und hinzufügt: