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Kunst ist ein hohcs Gemeingut der Menschheit und hat ihreWurzel in dem Worte, der allumfassenden Form des Geistesfür Darstellung und Aufbewahrung der Schatze deö Geistes.Von diesem Standpunkte aus ist nicht nur ihr großes forttschreitendes Wachsthum begreiflich, sie selbst erscheint alseine Gabe des Himmels, als ein Werkzeug in GottesHand zur Erziehung des Menschengeschlechts, und der iiiuermeßliche Gewinn für das Allgemeine, für die Bildungund Veredlung der Menschheit ist die Quelle der Begeiste-rung, mit welcher Gutenbcrg's Gedächtniß aller Orten gefei-ert wird."
VII. Kanzclvers.
M e l. Nun d-inkcc alle Gott :r.Lob, Ehr' und Preis sei Gott , dem Täter und dem Sobne,„nd seinem htilgen Geist! Er, der vom HimmclSthrone voll Liebequf uns sieht, bleibt, wie er ewig war, unendlich groß und gut. Lobsei ihm immerdar!
Der erste Theil zeigte dann, „wie jeder Glaube einenhimmlischen Glanz auf Gutenbcrgs Kunst wirft. Sie bestä/tigt nämlich das Walten einer erziehenden Wcltregierung ; dennGott hat sie in die Welt eingeführt. Sie setzt die Abzweckungder erziehenden Weltregiernng anßer Zweifel; denn Gott hatsie zu einer großen Bestimmung berufen. Sie zeugt von denErfolgen derselben; denn Gott hat das Wachsthum der Knustwunderbar beschützt und gesegnet mit köstlicher Frucht. Siestärkt endlich das Vertrauen auf das sichere Gelingen dergöttlichen Erziehung unsers Geschlechts; denn Gott hatgroße Verheißungen mit ihrer Ankunft verknüpft."
Im zweiten Theile wnrde hierauf die Fruchtbarkeit je-ncr Betrachtung gezeigt und die Verpflichtung zur Ancrken-nung der Würde der Kunst, Erweckuugen zum feurigenDanke, für alles Volk gegen Gott, Ermunterungen zu ei-nem würdigen Gebrauche der Kunst und Erhebungen zufrohen Hoffnungen auf ihre fortschreitende Wirksamkeit darausabgeleitet. Unter dem Bilde eines Baumes wurde hieraufoie hohe Bedeutung derKnnst mit folgenden Worteu geschildert: