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und mit seiner Kunst durch alle Jahrhunderte. Möge diesehehre Kunst, die trcueste Dienerin echter Wissenschaft, mögeauch der Tag nicht fern liegen, wo sie auf deutschen Bodenwaltet ftssellos. Gutenberg aber, der nicht gefror^b en, der unter uns, mit uns, in uns lebt, derlebe hoch!"
Hierauf folgte Herr Buchhändler und StadtrathBaumgärtner, ebenfalls Mitglied des Festcomitv, undbrachte folgenden Toast aus:
,, Vergönnen Sie mir, hochgeehrte Anwesende! einigeWorte zum Ausdruck innigen Dankes gegen unsere hoheStaatsrcgierung für die wahrhafte Liberalität und für dasehrende Vertrauen, womit sie uns die Veranstaltung dieserJubelfeier gestattete, einer Feier, welche zum ersten Malohne alle Beschränkungen mit völliger Freiheit hier begangenwerden darf. Nicht von uns nur, nein von allen Klassen,von jedem deutschen Herzen wird diese Thatsache lebhaftempfunden und hoch gefeiert. Aber nicht dieser unrergeord-nete Grund zur Dankbarkeit allein stellt sich uns dar. lln;ser bürgerliches Wohlbefinden, unser wahrhaft cvnstitutionellesLeben, die allgemeine Zufriedenheit und nie getrübte Eintrachtim Lande, sie sind das Werk der hohen Einsicht und wahrenHumanität unserer hochverehrten Staatsregierung im engenVereine mit dem wohlerwogenen und emsigen Wirken unsererhohen Kammern, deren erfolgreiche Arbeiten bis zu dem ge;setzlichen Zeitpunkte, der dieselben von neuem ins Leben ttttten läßt, unter dem Beifallsrufe des sächsischen Volkes soeben geschlossen wurden. Möge die'se väterliche Fürsorge,diese Uebereinstimmung mit den Volksvertretern, dieses con-stitutionelle GesammtvorwärtSstreben fortdauern. Möge derHöchste dieses Wirken zum dauerhaftesten Glücke des Vater-landes segnen. Ergreifen sie mit mir, verehrte Anwesende,die Becher, um durch ein lautes Lebehoch diese Anerkenntnisse""d diese Wünsche zu bestätigen. Ich trinke auf das Wohl