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Die griechische Wirtschaftsentwicklung.
Herrenbevölkerung würdigen Erwerbstätigkeit gesprochen;und den mit dem Meere frühzeitig vertrauten Griechengalt die Seeräuberei ebensowenig schimpflich wie der Raubauf dem Festlande 4 ). Außerdem aber wurde ihr Haupt-erwerbszweig der Handel.
Zunächst allerdings hat sich der Handel mit Griechen-land in der Hand der Phöniker befunden. Sie besaßenKolonien im griechischen Archipel und Ansiedlungen, Berg-werke und Purpurfabriken auf dem Festland, haben Haus-tiere und Kulturpflanzen in Griechenland eingeführt * 1 2 ), undsind die Vermittler ägyptisierender Elemente gewesen,welche die mykenische Kultur beeinflußt haben 3 4 ). Unterihrem Einfluß soll die mykenische Kultur im östlichenGriechenland ihren Anfang genommen haben 4 ). Außer-dem schließt man aus chetitischen Kunsttypen, die auf diemykenische Kunst nachweisbaren Einfluß geübt haben, daßdie Bewohner des östlichen Griechenland mit dem vom14. bis 12. Jahrhundert v. Chr. im nördlichen Syrien blühenden Reiche der Chetiter auf dem Landweg Handelgetrieben hätten 5 ). Dann haben die Griechen angefangen,selbst über die See vorzudringen und haben Kreta und dieInseln und Küsten Kleinasiens besetzt. In die Zeit von etwa
sich beschränkt, das zum Leben Nötige oder Nützliche anderenzu nehmen oder andere, deren natürliche Bestimmung sei, zudienen, zu unterwerfen. Diese anderen sind nach ihm alle anderenVölker außer den Griechen; denn er billigt den Ausspruch derDichter: „Über die Barbaren herrschen die Hellenen nach demRecht“, und dem Alexander hat er den Rat gegeben, über dieGriechen ein Herrscher, den Barbaren ein Herr zu sein, jene alsFreunde und Genossen zu versorgen, diese wie die Tiere undPflanzen zu nutzen. (Mommsen, Röm. Gesch. V, 562.)
1) Thukydides L., 13; Aristoteles, Pol. I, 8;
Strabo VIII, 378.
2) Vgl. Th. Sch mü Hing,, Der phönizische Handel inden griechischen Gewässern I. Münster 1884, S. 6. Vgl. überden griechisch-phönikischen Handel auch K. D. Hüll mann,Handelsgeschichte der Griechen. Bonn 1839, S. 63 ff. EduardMeyer, Gesch . d. Altertums II, 156.
3) Eduard Meyer , G. d.A. II, 154.
4) Ebenda 131. 5) Ebenda 136, 141.