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Die griechische Wirtschaftsentwicklung.
so viel, wie Attika, vom peloponnesischen Kriege gelitten,und bis auf Alexander ist die Bevölkerung Griechenlands in beständigem Wachsen geblieben 1 ). Auch hat der HandelAthens nach dem Sturze der dreißig Tyrapnen einen neuenAufschwung genommen, so daß Xenophon um 370 v. Chr.sagen konnte, daß die meisten Athener ihren Lebensunter-halt vom Meere zögen 2 ); seine frühere Macht hat Athen allerdings nie wieder erlangt.
Dann kam 338 v. Chr. die Schlacht von Chäronea unddamit das Ende der Selbständigkeit der griechischen Staaten.Aber das bedeutete mit nichten das Ende des Griechentums.Vielmehr bedeutet die makedonische Hegemonie die ersteZusammenfassung der Griechen in einem Staate und dieUnterwerfung des Ostens unter den griechischen Geist.Hat auch das von den Grenzen Indiens bis zur WüsteSahara, von Äthiopien bis in den Norden der Balkanhalb-insel sich erstreckende Reich Alexanders des Großen nurkurze Zeit Bestand gehabt, die wirtschaftlichen Wirkungenseiner Siege für die Griechen sind nachhaltig gewesen. Siehaben den Griechen mit der Erschließung des Ostens einunermeßliches Absatzgebiet erschlossen; die Staaten, welcheAlexanders Nachfolger durch Aufteilung seines Reichsgründeten, waren hellenistische Reiche 3 ); Tausende undAbertausende von Griechen haben sich in Makedonien ,Kleinasien und Ägypten angesiedelt.
Die erste Folge ist das Aufblühen Makedoniens ge-wesen. Die Makedonier gelangten auf das Kulturniveauder übrigen Griechen. Von Alexanders Nachfolgern wurdenneue Städte gegründet, darunter Tessalonike; es wurde dasHandelszentrum Makedoniens .
Eine ähnliche Entwicklung fand in Kleinasien statt. Diegriechischen Küstenstädte daselbst nahmen einen glänzen-