162
ländischen Kolonien geführten britischen Sklavenhandelsund die allmähliche Beseitigung der Negereinfuhr indie eigenen Kolonien ab 1. Januar 1796 geeinigt. Abernoch trat das Oberhaus dem Beschlüsse des Unterhausesnicht hei. In ihm saßen die Vertreter des Großkapitals,die ihr Vermögen in Sklavenschiffen und in den west-indischen Zuckerplantagen angelegt hatten. In Folgeder glänzenden militärischen und kommerziellen ErfolgeGroßbritanniens während des Kriegs gegen Frankreich nahm der Sklavenhandel von 1796—1800 sogar bei-spiellos zu. Da hat der Friede von Amiens 1802 Groß-britanien die Rückgabe sämtlicher westindischer Er-oberungen bis auf Trinidad auferlegt, und damit wurdedas Sonderinteresse derjenigen, die für Fortdauer desSklavenhandels waren, geschwächt. Nun nahm dasAbolitionskomitee seine Agitation wieder auf, und als Pitt,dessen Abolitionseifer durch geheime Gründe gelähmtworden zu sein scheint, 1806 gestorben war und dasMinisterium Fox-Granville ans Ruder kam, war dasVerbot des britischen Sklavenhandels gesichert. CharlesFox ist aus idealen Gründen, aus rein menschlichenwie aus Gesichtspunkten für das wirtschaftliche Inter-esse des Ganzen, stets ein begeisterter Vorkämpfer derSklavenbefreiung gewesen. „Hätte ich in meinem Lebenweiter nichts getan, als dieses Werk zu vollenden,“ hater am 10. April 1806 im Unterhause gesagt, „so hätteich meine Pflicht erfüllt.“ Auch sein frühzeitiger Todim Oktober 1806 hat den Sieg nicht mehr aufzuhaltenvermocht. Am 25. März 1807 hat das Gesetz, das denbritischen Sklavenhandel, soweit er noch bestand, ver-bot, die königliche Unterschrift, erhalten.
Außer durch die Erkenntnis, „daß die briti-schen Zuckerinseln gegen Ende des 18. Jahrhundertsihre Plantagenwirtschaft nicht nur ohne Sklaven-einfuhr weiterzuführen imstande waren, sondern daß