Zur Genealogie der Angriffe auf das Eigentum 201
nasses gegeben, aber nur bis zur Grenze der Notwendig-keit, und seinem Willen nach muß der Genuß gemein-sam sein. Es ist nicbt in der Ordnung, daß einer imÜberfluß sitzt, während mehrere darben“, und Am-brosius (De off. ministr. I c. 28 Migne, Patr. lat. SYI,67): „ Natura omnia omnibus in commune profudit.Sic enim Deus generari jussit omnia, ut partus omnibuscommunis esset, et terra foret omnium quaedam com-munis possessio. Natura igitur jus commune generavit,usurpatio jus fecit privatum“, bekämpft Leo XIII. dieSozialisten, welche „sollicitata egentium in locupletesinvidia, evertere privatas bonorum possessiones con-tendunt oportere, earumque loco communia universissingulorum bona facere“, mit den Worten: „remediumpx’oponunt cum justitia aperte pugnans, quia possidereres privatim ut suas, jus est homini a naturadatum.“ Während der heilige Basilius wütend überden herzieht, der da sagt: „Wem tue ich unrecht,wenn ich das Meinige behalte?“ und ihn als einenRäuber hinstellt, der, nachdem er einen Platz ein-genommen hat, alle später Kommenden wegdrängt, be-hauptend, daß das, was allen zum Gebrauche gemein-sam offen steht, ihm besonders angehöre, bezeichnetLeo XIII. umgekehrt die als Räuher „qui usum quidemsoli, variosque praediorum fructus homini privato con-eedunt: ut possideri ab eo et domino vel solum, inquo aedificavit, vel praedium quod excoluit, plane jusesse negant.“ Ja, während Basilius den einen Diebnennt, „der den Nackten nicht bekleidet, obgleich eres tun kann“, und ausruft: „Dem Hungrigen gehörtdas Brot, das du behältst, dem Nackten der Mantel,den du bewahrst, dem Unbeschuhten der Schuh, derbei dir modert, dem Dürftigen das Silber, das du ver-graben hältst. Daher tust du so vielen Menschen un-recht, so vielen du geben könntest“, und Hieronymus