dem der Greldbesitz, der die Herrschaft über Andereverleibt * 1 ).
Und auch hier dieselbe Erscheinung, welche dieBefriedigung aller Arten der Bedürfnisse aufweist.Während das Bedürfen nach Macht und Herrschaftals psychisches Bedürfnis grenzenlos ist, daher nieseine Befriedigung findet und ebendeshalb auch nieÜbersättigung eintritt, begegnet jede gleich große Zu-wachseinheit an Macht einer abnehmenden Reizemp-findung ; und eben weil das Machtbedürfnis grenzenlosist, wächst, je mehr Widerstände besiegt worden sind,um so mehr die Unlustempfindung, welche durch dieExistenz eines noch nicht Unterworfenen, mag diesernoch so unscheinbar sein, ausgelöst wird.
Sombart ist aber in seiner Lehre von der Verselb-ständigung des Sachvermögens in der kapitalistischen Unternehmung noch über die Behauptung hinaus-geschritten, daß die Wirtschaft dadurch von dem Be-dürfen der individuellen Persönlichkeit des Wirtschafts-subjekts losgelöst worden sei. Er bezeichnet desweiteren als für die kapitalistische Unternehmung
') Vgl. Walter Scott im Quarterly Review, XIV, 299,300: »The same chief (Macdonald of Keppoch) being asked bysome strangers, before wliom he had placed a very liandsomeentertainment, what inight be the rent of the estate which fur-nished such expenditure, answered the blunt question with equalbluntness »I can raise 500 men«. Such was the ancient mode ofcomputing the value of a highland estate. »I have lived twowoeful days said an Argyleshire chieftain to us in 1788: »When
I was young the only question asked concerning a man’s rankwas how many men lived in his estate — then it came to behow many black cattle it could keep — but now they only askhow many sheep the land will carry.« Vgl. auch SamuelJohnsons Works VIII, 319, 326. John Anderson, Prizeessay on the state of society and knowledge in the Highlands ofScotland etc. Edinburgh 1827, pp. 100—103, 130- 133.