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waren also Stammes- und Glaubensgenossen sowohl derfortgeführten Reichen als auch des Jeremia ; sonst würdeweder Jeremia in ihrer Mitte zurückgeblieben sein,noch auch würde es Nehemia in solchem Maße bekümmerthaben, als er 1 ) von Männern, die aus Juda zu ihmkamen, auf seine Frage „nach den Juden, den Geretteten,die die Gefangenschaft überlebt hatten“, die Antworterhielt: „Die Übriggebliebenen, die die Gefangenschaftdort in der Provinz überlebt haben, sind in großerNot und Schmach.“ Außerdem steht der SombartschenThese die Stelle entgegen, wo es im Jakobssegen vomStamme Issachar insbesondere heißt 2 ): „Er beugt seinenNacken zum Lasttragen und wird zum dienstbarenFröner“. Der Stamm Sebulon ferner tritt uns wieder-holt 3 ) als Seefahrer entgegen. Yon ihm heißt es, daßer, zusammen mit dem Stamme Issachar, „den Über-fluß des Meeres eingesaugt habe und die verborgenstenSchätze des Sandes“. Ist Sombart etwa der Meinung,daß das Rudern der Meeresschiffe und das Aufsuchenvon Purpurschnecken und das Graben nach Sand fürdie Glasbereitung ohne schwere körperliche Arbeitvor sich gegangen sei ? Außerdem nennt Sombart selbst 4 ) unter den Organisationstypen, die sich in derjüdischen Volkswirtschaft seit der Königszeit bis zumEnde der nationalen Selbständigkeit und wohl bis zurKodifikation des Talmud fänden, auch das Handwerk.Läßt sich das Handwerk ohne körperliche Arbeit be-treiben? Oder waren die Schlosser und Schmiede,die Nebusar-Adan außer den Fürsten und Oberstendes Volkes ins Exil geschickt hat, vielleicht Angehörige